Ausgezeichnet: Stadt Salzburg ehrt Kunst & Wissenschaft mit dem Kulturfondspreis

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Autor: Scho

Mit den Kulturfondspreisen zeichnet die Stadt Salzburg jedes Jahr außergewöhnliches Schaffen und bemerkenswerte Leistungen auf den Gebieten von Kunst & Kultur und Wissenschaft & Forschung aus. Mit einem Fest zur Preisverleihung, einer Publikation und Video-Portraits werden die Ausgezeichneten und ihre Arbeit – üblicherweise – ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gestellt. Pandemie-bedingt wird der Feier-Abend für die PreisträgerInnen 2021 nicht wie geplant am 24. November 2021, sondern zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Hauptpreise 2021 mit Schwerpunkt Digitalität

Als Schwerpunkt für die Internationalen Hauptpreise, dotiert mit jeweils 12.000 Euro, hat das Kuratorium in der Ausschreibung die Themen Digitalisierung und Medienkunst festgelegt. Kulturressortchef Vizebürgermeister Bernhard Auinger weist darauf hin, dass nahezu alle Lebens- und Arbeitsbereiche, so auch der Kunst- & Kultur- und der Bildungs- & Wissenschaftsbereich, mit den schwierigen Bedingungen der Covid 19-Pandemie zu kämpfen haben:
„Die Nutzung digitaler Möglichkeiten konnte hier nicht nur mildernd wirken, sondern hat teilweise auch die Entwicklung in diesem Bereich beschleunigt und auch neue Kunstformen ins Licht der Öffentlichkeit gestellt. Der Kulturfonds der Stadt hat daher heuer in der Preisausschreibung den Schwerpunkt für die Hauptpreise auf Digitalität gelegt und das Kuratorium die Auswahl dementsprechend getroffen.“

Preise für prägende Persönlichkeiten und Förderpreise

Mit dem Salzburgpreis (Dotierung 10.000 Euro) wird wieder eine Persönlichkeit gewürdigt, die durch ihr Wirken Bereiche aus Kunst & Kultur bzw. Wissenschaft & Forschung der Stadt Salzburg entscheidend geprägt hat. Weitere 4.000 Euro werden der Preisträgerin/dem Preisträger für eine frei gewählte Patenschaft zur Verfügung gestellt.

Dazu kommen je ein Förderpreis für Kunst & Kultur, Wissenschaft & Forschung sowie Kinder- und Jugendprojekte, die mit jeweils 6.000 Euro dotiert und nicht an die Schwerpunktthemen gebunden sind. Diese Preise sollen weiterhin vielversprechende Projekte, Initiativen und Personen auf ihrem weiteren Weg unterstützen.

„Die Kulturfondspreise richten das Scheinwerferlicht auf Personen und Institutionen aus Kunst, Kultur und Wissenschaft, die das geistige, kulturelle und gesellschaftliche Zusammenleben in dieser Stadt besonders prägen“, sagt Dagmar Aigner, Geschäftsführerin des Kulturfonds, und betont: „In jedem System, in jeder Branche, in jedem Unternehmen gilt der Grundsatz: Die Menschen machen den Unterschied! Und so ist es wichtig und richtig, diese Menschen beim Namen zu nennen, den Unterschied, den sie ganz konkret in Salzburg machen, aufzuzeigen und dafür Ankerkennung und Dank auszusprechen.“

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Kulturfonds 2021

„In echt“ und festlichem Rahmen, samt Film und Publikation, werden die Preisträgerinnen und Preisträger des Kulturfonds 2021 vor den Vorhang gebeten, wenn es wieder möglich ist. In Kurzform sollen sie schon jetzt vorgestellt werden:

  • Internationaler Hauptpreis für Kunst & Kultur (Dotierung 12.000 Euro)

gold extra
I (FH) Reinhold Bidner; Tobias Hammerle, BA; Mag. art. Georg Hobmeier, Sonja Prlić, PhD; Karl Zechenter, BA

Das KünstlerInnen-Kollektiv gold extra arbeitet – ausgehend von Salzburg und international vielfach präsent und ausgezeichnet – an den Schnittstellen von Kunst, künstlerischer Forschung und der Verbindung von Kunst und gesellschaftspolitischen Themen. Der Schwerpunkt bei dieser innovativen Verschränkung von Kunst und Wissenschaft liegt auf neuen Medien und neuen Formen im Bereich digitaler Spiele.

  • Internationaler Hauptpreis für Wissenschaft & Forschung (Dotierung 12.000 Euro)
    Ass.-Prof. Dr. Leonhard Menges

Am Fachbereich Philosophie der Universität Salzburg arbeitet Dr. Menges zu Fragen der informationellen Privatsphäre angesichts der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft. Ziel seines aktuellen Forschungsprojekts ist die Entwicklung einer Theorie, die bei konkreten Fragen Orientierung geben soll.

  • Salzburgpreis (Dotierung 10.000 Euro sowie 4.000 Euro für eine Patenschaft)
    Caroline Richards, MA Hons

Als Theatermacherin, Schauspielerin und Regisseurin ist Caroline Richards seit 30 Jahren kontinuierlich und erfolgreich in Salzburg und ganz Österreich tätig. Mit der Gründung des TAKA-TUKA Theaters für junges Publikum im Jahr 2009 − heute Theater TATU − bereichert sie dieses Gebiet über Salzburg hinaus.

Die Patenschaft vergibt Caroline Richards zu gleichen Teilen an die jungen Theaterschaffenden Armela Madreiter und Jenny Szabo.

  • Förderpreis für Kunst & Kultur (Dotierung 6.000 Euro)
    Franziska Strohmayr, MA

Die in Augsburg geborene und an der Uni Mozarteum ausgebildete Geigerin Franziska Strohmayr engagiert sich mit ihren außergewöhnlichen Projekten für die Gleichberechtigung von Frauen in der Musik. Insbesondere mit ihrem „Kulturbiathlon – mit Violine und Fahrrad“ und dem „Rosenkranzmysterium“ in der Kollegienkirche stellte sie Komponistinnen und selbstständige Musikerinnen in Salzburg in den Fokus.

  • Förderpreis für Wissenschaft & Forschung (Dotierung 6.000 Euro)
    Prof. Dr. rer. nat. Andreas Traweger

Als Leiter des Instituts für Sehnen- und Knochenregeneration an der PMU leistet Andreas Traweger mit seinem Team Grundlagenforschung, um die Regeneration von Sehnengewebe zu verbessern. In einer bahnbrechenden Arbeit konnte er eine Ursache für die Anfälligkeit entdecken und eine mögliche neue Therapie erarbeiten.

  • Förderpreis für Kinder-/Jugendprojekte (Dotierung 6.000 Euro)
    Salzburg-Team PAPAGENO – mobiles Kinderhospiz

OÄ Dr.in Regina Jones (ärztliche Leitung); DGKKP Helga Lugstein; Daniel Paula, B.Sc, M.Sc.; Sandra Randweg, B.Sc.; Mag.a Julia Schnöll, BA; DGKKP Vera Stagel; FÄ Dr.in Barbara Volkmar
Seit 2015 begleiten Regina Jones und ihr interdisziplinäres Team der Hospizbewegung Salzburg Kinder und Jugendliche mit einer lebenslimitierenden Erkrankung. Dabei geht das Kinderhospizteam PAPAGENO nicht nur auf die körperlichen und psycho-emotionalen Bedürfnisse ein, sondern auch auf die sozialen, kulturellen und spirituellen Anliegen der jungen Patient:innen und deren Familien.

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