Das Land Burgenland wird in Zukunft keine Stipendien mehr an Medizinstudentinnen und -studenten vergeben. Eine entsprechende Richtlinie laufe aus, weil „die Stipendien ihren Zweck erfüllt haben“, bestätigte das Land am auf APA-Anfrage Medienberichte. In den Spitälern gebe es derzeit keinen Personalmangel, vielmehr seien sie „über Jahre hinaus“ personell abgesichert.

Über die Medizin-Stipendien wurden Studierende mit Burgenland-Bezug finanziell unterstützt, die sich im Gegenzug dazu verpflichteten, nach ihrem Abschluss zumindest fünf Jahre im Burgenland tätig zu sein. Derzeit sind noch 170 Stipendiatinnen und Stipendiaten in Ausbildung, hieß es vom Land. Ihre Stipendien laufen bis zum Abschluss weiter. Neue Vergaben seien jedoch aufgrund der positiven Personalentwicklung nicht mehr erforderlich.
Verwiesen wurde auch auf die Kosten: 2025 seien 416.000 Euro für die Stipendien aufgewendet worden, für 2026 seien sogar 684.000 Euro budgetiert. Das Ärztegehaltspaket für die Spitäler bleibe unterdessen in vollem Umfang aufrecht, hieß es. Auch die Förderungen von gewidmeten Studienplätzen werde es weiter geben. Gestrichen werden hingegen Zuschüsse im niedergelassenen Bereich, wie die Förderung von Landarztordinationen. Die Besetzung von Kassenstellen liege in der Verantwortung der ÖGK, argumentierte das Land.
(APA/red.)

