Enttabuisierung von Essstörungen und frühzeitige Behandlung sind die obersten Ziele!

Lesedauer beträgt 3 Minuten
Autor: Scho

Mehr als 100 Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen, Psychotherapeutinnen, Diätologinnen und Diätologen, Ergotherapeutinnen, Pflegepersonal und andere Berufsgruppen vernetzten sich mit dem gemeinsamen Ziel der bestmöglichen Behandlung und Prävention von Essstörungen. Die wichtigsten Fragen sowie Fallbeispiele wurden mittels Vorträgen und Workshops aufgearbeitet.

„Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass die Arbeit mit Angehörigen ein wichtiger Teil der gesamten Therapie ist. Angehörige sind häufig ebenfalls emotional betroffen – das Aufklärungs- und Beratungsangebot, um angemessene Unterstützung zu leisten ist noch ausbaufähig. Es zeigt uns, dass wir mit dem Angebot einer Gruppe für Angehörige hier auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Dr. Christof Argeny, Ärztlicher Leiter von sowhat.

Die Expertinnen und Experten sind sich darüber hinaus einig, dass eine gute Vernetzung von stationären, teilstationären und ambulanten Behandlungs-Einrichtungen unerlässlich ist. „Wir sind bereits sehr gut vernetzt, wollen unsere Schnittstellen aber weiter intensivieren. BMI Grenzen definieren zum Teil die Aufnahmekriterien. Dennoch ist es wichtig, für die Patientinnen und Patienten einen guten Übergang von einer Einrichtung in die andere zu schaffen“, berichtet Ing.in
Claudia Fuchs, Psychotherapeutin bei sowhat.

Ein vieldiskutiertes Thema am Fachtag Essstörungen war zudem die Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen oder psychiatrischen Diagnosen, die von Essstörungen betroffen sind und in betreuten Wohngruppen leben. Für diese Zielgruppe muss ein passender Rahmen geschaffen werden, um eine adäquate Therapie – sowohl im ambulanten, als auch im stationären Bereich – zu ermöglichen. Die große Herausforderung, die es zu bewältigen gilt, ist das Eingehen auf spezielle Bedürfnisse während gleichzeitig der Stations- beziehungsweise Ambulatoriums Betrieb aufrechterhalten werden soll.

„Das Tabuthema Essstörungen aufbrechen und die Erkrankung entstigmatisieren – das ist neben der umfassenden Versorgung unserer Patientinnen und Patienten eines unserer wichtigsten Ziele bei sowhat. Wir sind begeistert, dass so viele Menschen gekommen sind, um diesen Weg ein Stück weit gemeinsam mit uns zu gestalten,“ freut sich Dr. Christof Argeny, Ärztlicher Leiter von sowhat. Kompetenzzentrum für Menschen mit Essstörungen, über die gelungene Veranstaltung.

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