Früherer IKRK-Präsident Sommaruga gestorben

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Autor: Scho

Der frühere Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Cornelio Sommaruga, ist tot. Er starb im Alter von 91 Jahren, wie das IKRK am Montag in Genf in einem Internet-Blog mitteilte. Sommaruga leitete die Organisation von 1987 bis 1999. In der Mitteilung schrieb der IKRK-Sprecher Frédéric Joli: „Seine Stärke? Seine Überzeugungen, die von einer unvergleichlichen Geschicklichkeit, Charisma und Redegewandtheit getragen werden.“

Der 1932 als Sohn einer Schweizer Diplomatenfamilie in Rom geborene Sommaruga studierte Jus und war später als Diplomat in verschiedenen Ländern tätig. Von 1984 bis 1986 amtierte er als Staatssekretär im schweizerischen Wirtschaftsministerium.

Sommaruga reiste als IKRK-Präsident 1995 zum 50. Jahrestag der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz nach Polen, um die Versäumnisse des IKRK im Umgang mit dem Holocaust einzugestehen. In die Amtszeit von Sommaruga fielen unter anderem die Jugoslawienkriege (1991-1995), der erste Tschetschenienkrieg (1994-1996) und der Völkermord in Ruanda (1994).

Das 1863 auf Anregung des Genfer Geschäftsmannes Henry Dunant gegründete IKRK hilft Menschen in Konflikten und setzt sich für die Einhaltung der Rechtsvorschriften ein, die Kriegsopfer schützen. Dunant war nach der Schlacht von Solferino 1859 zwischen Österreich und Sardinien-Piemont tief vom Leid der auf dem Schlachtfeld zurückgelassenen Verwundeten erschüttert worden.

(APA/dpa/red.)

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