Interdisziplinäre Forschung auf gemeinsamem Boden

Lesedauer beträgt 4 Minuten
Autor: Scho

Interdisziplinäre Spitzenforschung in einem kommunikationsfördernden Ambiente – in dem im Mai 2022 eröffneten Neubau SupraFAB (Supramolekulare Funktionale Architekturen an Biogrenzflächen) arbeiten rund 100 WissenschaftlerInnen der Fachbereiche Biologie, Chemie, Pharmazie, Physik und Medizin zusammen, um mit nanophysikalischen Methoden beispielsweise die Wechselwirkung von Krankheitserregern mit Zelloberflächen zu erforschen. Das Gebäude ist technisch äußerst anspruchsvoll konzipiert: Damit die sensiblen Messungen nicht durch äußere Einflüsse beeinträchtigt werden, steht es auf einer schwingungsarmen, einen Meter dicken Bodenplatte.

Als es um die Innenausstattung und speziell den Boden für den Neubau ging, wurde ein Belag gesucht, der sowohl in den hochmodernen Biologie-Laboren als auch im Atrium, den Kommunikationsbereichen, Fluren, Büros und Seminarräumen verlegt werden konnte. Er musste also ebenso funktional wie attraktiv sein. Fündig wurden sie bei nora: Der Kautschukboden noraplan sentica ist nicht nur besonders robust und medienbeständig sowie einfach zu reinigen. Er überzeugt auch durch einen modernen, monochromen Look und unterstützt durch seine Dauerelastizität eine gute Akustik sowie ein ergonomisches Arbeitsumfeld, was vor allem für die Mitarbeitenden an den Steharbeitsplätzen wichtig ist. Darüber hinaus sind noraplan sentica und der in den Laboren der Schutzstufe S2 verlegte elektrostatisch ableitfähige noraplan sentica ed im selben Design erhältlich, sodass über alle Bereiche hinweg eine harmonische Raumwirkung entsteht.

Den Bereichen angepasste Böden

Der zweigeschossige Neubau des SupraFAB bietet den Forschenden aus aller Welt ein attraktives, kommunikationsförderndes Umfeld. Zentrale Begegnungszone ist das lichtdurchflutete, großzügige Atrium mit seiner imposanten weißen Treppe als Blickfang. Die zeitgemäße, reduzierte Architektur wird auch vom Bodenbelag unterstützt. Der hellgraue noraplan sentica bietet einen attraktiven Kontrast zum weißen Mobiliar und ermöglicht zudem eine funktionsübergreifende Gestaltung über die verschiedenen Einsatzbereiche hinweg. Denn in den Laboren wurden der Kautschuk-Belag in der elektrostatisch ableitfähigen ed-Variante verlegt. „Die ansprechende Optik der Beläge hat uns die Möglichkeit eröffnet, diese nicht nur in den Biologie-Laboren, sondern auch im selben Design und in derselben Farbe in den repräsentativen Bereichen, wie der Kommunikationshalle, den Büros und Seminarräumen einzusetzen und so durchgängig ein modernes Ambiente zu schaffen“, berichtet der Projektleiter vom Architekturbüro Nickl & Partner Berlin.

Im Vordergrund der Bodenauswahl standen jedoch die funktionalen Eigenschaften der Beläge, vor allem die Medienbeständigkeit und Hygiene. „noraplan sentica ed ist aufgrund seiner dichten Oberfläche weitgehend beständig gegen verdünnte Säuren, Laugen sowie Lösungs- und Desinfektionsmittel und daher für biologische und chemische Labore ideal geeignet“, unterstreicht Martina Hoock, nora Marktsegment-Spezialistin für das Bildungs- und Gesundheitswesen in der DACH-Region. Um zu vermeiden, dass umwelt- und gesundheitsschädliche Substanzen in den Untergrund gelangen, wurde in den Biologie-Laboren auf einen hygienischen Wand-Boden-Abschluss geachtet. Auch hierfür bietet nora ein umfangreiches Zubehörprogramm an, das in der gleichen Farbe wie die Bodenbeläge erhältlich ist. Damit kann der Belag hygienisch an Zargen, Einbauten, Wände und Abflüsse herangeführt werden. „Wir haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und in den Biologie-Laboren vorgefertigte Sockelleisten und Sockelleistenwinkel eingesetzt“, sagt der Projektleiter.

Ein wichtiger Pluspunkt, der für die Kautschukböden sprach, waren ihre guten ergonomischen Eigenschaften. Denn die Hälfte der Arbeitsplätze in den Biologie-Laboren sind Steharbeitsplätze. „nora Kautschuk-Beläge sind dauerhaft elastisch – Rücken und Gelenke der Mitarbeitenden werden geschont, was Ermüdungserscheinungen vorbeugt und ein zentraler Aspekt für ein zeitgemäßes, gesundheitsförderndes Arbeitsumfeld ist“, so Hoock weiter. Die Dauerelastizität der Kautschukböden hat aber auch noch einen weiteren Vorteil: Die Beläge absorbieren die Schwingungen, die beim Gehen entstehen, so dass die empfindlichen Messgeräte und Wagen in den Laboren nicht gestört werden.

Das SupraFAB ist auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit ein Vorzeigeobjekt, wofür es mit der Silber-Zertifizierung im Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) ausgezeichnet wurde. Neben Maßnahmen wie einer effizienten Wärmerückgewinnung oder einer Dachbegrünung leisteten dazu auch nachhaltige Baumaterialien einen Beitrag. „Ein wichtiger Faktor für die Schonung von Ressourcen ist die Langlebigkeit von Materialien und Gebäuden“, unterstreicht Hoock. „Die besondere Robustheit und die daraus resultierende lange Nutzungsdauer von nora Kautschukböden, verbunden mit einer einfachen und chemiearmen Reinigung, wirkt sich positiv auf Lebenszykluskosten (LCC) sowie auf die Lebenszyklusanalyse (LCA) aus – beides Aspekte, die gerade im Öffentlichen Bau immer wichtiger werden.“

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