Konsortium aus Porr und Strabag erwirbt Ö-Geschäft der VAMED

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Autor: Scho

Ein Konsortium aus den österreichischen Bauunternehmen Porr und Strabag übernimmt die österreichischen Aktivitäten der VAMED, einem führenden Anbieter von Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen. Der Fresenius-Konzern, Hauptaktionär der VAMED, habe am Dienstag mit dem Konsortium eine endgültige Vereinbarung darüber getroffen, hieß es in einer Aussendung.

Die Transaktion umfasst die für die technische Betriebsführung des Allgemeinen Krankenhauses Wien (AKH Wien) verantwortlichen Einheiten der VAMED, das österreichische Projektgeschäft, das zum Segment Health Tech Engineering der VAMED gehört, sowie Anteile an mehreren Thermen in Österreich.

Der Geschäftsbereich High-End-Services (HES) der VAMED wird auf Fresenius übertragen. HES erwirtschaftet rund die Hälfte seines Umsatzes durch die Unterstützung der Helios-Kliniken, die zu Fresenius gehören. Insgesamt bietet HES Facility- und Medizintechnik-Management für mehr als 840 Krankenhäuser an. HES ist ein stabiles Geschäft mit guten Wachstumsaussichten und trägt rund 30 % zum Umsatz der VAMED bei.

Das Segment Health Tech Engineering, das für das internationale Projektgeschäft zuständig ist und rund 15 % des VAMED-Umsatzes ausmacht, wird schrittweise und geordnet zurückgeführt. Dieser Prozess soll bis 2026 weitgehend abgeschlossen sein. Die laufenden Projektverträge werden erfüllt.

Klaus Schuster, Vorstandssprecher von VAMED: „Für die große Mehrheit der einzelnen Geschäftsbereiche der Vamed sind tragfähige Zukunftslösungen erreicht worden. Sie haben alle Voraussetzungen, sich unter neuen Eigentümern erfolgreich zu entwickeln. Das schon seit längerem defizitäre internationale Projektgeschäft beenden wir sukzessive und geordnet. Die bestehenden Verträge werden dabei vollumfänglich erfüllt. Für die betroffenen Mitarbeiter streben wir sozialverträgliche Lösungen an. Insgesamt gibt es nun Klarheit. Und das ist im Interesse der Kunden und Partner, Kolleginnen und Kollegen und unseren Patienten.“

Vergangene Woche hatte die VAMED die Vereinbarung über den Verkauf der Mehrheit des Postakut-Geschäfts (insbesondere Rehabilitationsgeschäft) an PAI Partners („PAI“) bekanntgegeben. PAI soll mit 67 Prozent Mehrheitseigentümer des Geschäfts werden, das in einem neuen, eigenständigen Unternehmen unter dem Dach von PAI zusammengefasst wird. Fresenius wird 33 Prozent halten.

(red./ots)

Lesetipp:

VAMED: Kein Stein auf dem anderen – Artikel in der ÖKZ 2/2024
VAMED: Im Verkaufsregal – Artikel in der ÖKZ 3-4/2023

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