MAN greift Mitarbeitern mit Exoskeletten unter die Arme

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Scho

Der Lkw-Hersteller MAN setzt in seinen Werkstätten jetzt Exoskelette ein. Die vom niedersächsischen Prothesenhersteller Ottobock gefertigten Stützkorsette werden wie ein Rucksack angelegt und entlasten Muskeln und Gelenke der Mitarbeiter beim Heben schwerer Gegenstände und bei Arbeiten über Kopf.

MAN-Deutschland-Chef Dennis Affeld sagte, körperliche Belastungen würden reduziert. Überlastungen und Ausfallzeiten sollen so vermieden werden. „Die vorangegangene Testphase hat gezeigt, dass wir mit den Exoskeletten auch die Zufriedenheit und Motivation unserer Mitarbeiter erhöhen können.“ Ab Juli führt MAN an 20 Standorten Schulter- und Rücken-Exoskelette ein.

Eine Pilotstudie an den Standorten Hildesheim, Duisburg und Leipzig hat laut MAN eine signifikante Entlastung gezeigt: Bei Überkopfarbeit mit einem fünf Kilogramm schweren Schraubwerkzeug seien die Schultergelenke um gut 60 Prozent entlastet worden.

Exoskelette verschiedener Hersteller werden in der Medizin, zunehmend aber auch beim Militär, im Leistungssport, in der Logistik und in der Industrie eingesetzt.

(APA/dpa/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Vereinte Nationen: Alle zwei Minuten stirbt eine werdende Mutter

Vereinte Nationen: Alle zwei Minuten stirbt eine werdende Mutter

Während die Sterberate zwischen den Jahren 2000 und 2015 gesunken sei, stagniere sie seitdem oder stieg regional sogar. Die Daten des Berichts reichen dabei nur bis 2020. Auswirkungen der Pandemie sind noch nicht erhoben.

Krankenversicherungen – Gesteigerte Verlusterwartung für 2023

Krankenversicherungen – Gesteigerte Verlusterwartung für 2023

Peter Lehner, Co-Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger, sieht Auftrag für Finanzausgleich: "Länder nicht weiter blind querfinanzieren."

Cholera – UNO: „Äußerst besorgniserregender“ Ausbruch in Südostafrika

Cholera – UNO: „Äußerst besorgniserregender“ Ausbruch in Südostafrika

Grund für den weitreichenden und langwierigen Ausbruch seien schlechte Wasser- und Sanitärversorgung, anhaltende Konflikte sowie schwache Gesundheitssysteme, sagte UNICEF-Regionaldirektorin Lieke van de Wiel.