MAN greift Mitarbeitern mit Exoskeletten unter die Arme

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Scho

Der Lkw-Hersteller MAN setzt in seinen Werkstätten jetzt Exoskelette ein. Die vom niedersächsischen Prothesenhersteller Ottobock gefertigten Stützkorsette werden wie ein Rucksack angelegt und entlasten Muskeln und Gelenke der Mitarbeiter beim Heben schwerer Gegenstände und bei Arbeiten über Kopf.

MAN-Deutschland-Chef Dennis Affeld sagte, körperliche Belastungen würden reduziert. Überlastungen und Ausfallzeiten sollen so vermieden werden. „Die vorangegangene Testphase hat gezeigt, dass wir mit den Exoskeletten auch die Zufriedenheit und Motivation unserer Mitarbeiter erhöhen können.“ Ab Juli führt MAN an 20 Standorten Schulter- und Rücken-Exoskelette ein.

Eine Pilotstudie an den Standorten Hildesheim, Duisburg und Leipzig hat laut MAN eine signifikante Entlastung gezeigt: Bei Überkopfarbeit mit einem fünf Kilogramm schweren Schraubwerkzeug seien die Schultergelenke um gut 60 Prozent entlastet worden.

Exoskelette verschiedener Hersteller werden in der Medizin, zunehmend aber auch beim Militär, im Leistungssport, in der Logistik und in der Industrie eingesetzt.

(APA/dpa/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Gesundheit im Eck: Erhöhte Herzinfarkt-Gefahr für Fußballfans
Fußball-EM

Gesundheit im Eck: Erhöhte Herzinfarkt-Gefahr für Fußballfans

Laut Studien ist das Zuschauen beim Kampf um Ball und Tore durchaus gefährlich - vor allem für Männer. Bei ihnen steigt das Risiko für Infarkte auf das 3,26-Fache, bei Frauen auf das 1,82-Fache.

Sommerministerrat: 100 Kassenarztstellen & „Start-Bonus“

Sommerministerrat: 100 Kassenarztstellen & „Start-Bonus“

Die Umwälzungen im Gesundheitswesen waren das Hauptthema eines Sommerministerrats. Die Kernpunkte. Der Mangel an Ärzten im niedergelassenen Bereich, Medikamentenengpässe, Vorsorge.