Margit Raich wird Rektorin von Tiroler Privatuni UMIT

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Autor: Scho

Die private Tiroler Landesuniversität für Gesundheit UMIT in Hall bekommt mit Margit Raich eine neue Rektorin und Geschäftsführerin. Sie übernimmt mit Jahresbeginn 2026 die Position von Rudolf Steckel, der nach der Abberufung von Sandra Ückert im Vorjahr die Uni-Führung interimistisch übernommen hatte. Raich betonte, dass sie die „strategische Ausrichtung“ der UMIT als Gesundheitsuniversität „schärfen“ wolle, hieß es in einer Aussendung der Universität.

„Ich habe die UMIT Tirol während meiner langjährigen Tätigkeit als Universität mit zukunftsträchtigen Forschungsfeldern und mit motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Forschung, Lehre und Verwaltung kennengelernt“, hielt die designierte Uni-Rektorin fest. Sie wolle die UMIT nun in „enger Zusammenarbeit mit ihren Partnern und Stakeholdern in eine erfolgreiche Zukunft führen“.

Raich war am Montag von der Generalversammlung für die Dauer von drei Jahren bestellt worden. Gesundheits- und Wissenschaftslandesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) gratulierte: „Ihre langjährige akademische Erfahrung und ihre ausgewiesene Führungskompetenz bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung der Universität.“ Die studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschafterin arbeitete viele Jahre an der UMIT als Assistenzprofessorin und war zuletzt als Vizerektorin für Forschung und Entwicklung an der Pädagogischen Hochschule Tirol (PHT) tätig.

Der nunmehrigen Personalentscheidung waren Turbulenzen in der Führung vorausgegangen. Ex-Rektorin Ückert war im Herbst 2024 aufgrund einer Empfehlung des Aufsichtsrates durch die Gesellschafter abberufen worden. Als Gründe dafür wurden die finanzielle Gebarung sowie Wirtschaftlichkeit genannt. Ückert war im Jahr 2020 zur Rektorin bestellt worden, ihr Vertrag wäre aber eigentlich noch bis 2028 gelaufen. Mit ihrer Abberufung erlosch indes auch automatisch das Mandat von Vizerektor und Ex-ÖVP-Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, der zuletzt jedoch als Professor weiter an der UMIT tätig gewesen war. Auf Ückert folgte schließlich Steckel, der nun mit Jahresende aus der UMIT ausscheiden wird.

Doch nicht nur die Personalia führten in den vergangenen Jahren immer wieder zu Kritik an der Privatuni des Landes. Studienangebot und sinkende Studierendenzahlen standen im Fokus. Eine von der schwarz-roten Landesregierung beauftragte Standortanalyse zum Wissenschaftsstandort Tirol empfahl im Jänner eine „fundierte Analyse“, Hagele räumte damals „Optimierungsbedarf“ ein. Die Privatuniversität in Hall befindet sich zu 90 Prozent im Besitz des Landes und zu zehn Prozent in jenem der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck.

(APA/red.)

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