Novo Nordisk übernimmt Cardior

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk übernimmt für mehr als eine Milliarde Euro das Biotech-Unternehmen Cardior Pharmaceuticals aus Hannover. Beide Unternehmen hätten vereinbart, dass Novo Nordisk bis zu 1,025 Milliarden Euro für das Start-up zahlen werde, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung am Montag.

Damit wolle Novo Nordisk, bekannt vor allem für sein Diabetesgeschäft sowie die Abnehmmittel Wegovy und Ozempic, seine Präsenz im auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärken. Im Fokus steht insbesondere ein vielversprechendes Medikament der Hannoveraner gegen Herzinsuffizienz. Cardior war 2016 als Ausgründung der Medizinische Hochschule Hannover entstanden. Die von dem Start-up entwickelte Therapie gegen Herzerkrankungen befindet sich derzeit in Phase-II-Studien der Entwicklung. Novo Nordisk sei nun der ideale Partner, „um unser Entwicklungsprogramm im Spätstadium zu beschleunigen, auch durch größere Zulassungsstudien“, sagte Cardior-Chefin und Mitbegründerin Claudia Ulbrich laut Mitteilung. Gemeinsam wolle man das Präparat zur Marktzulassung zu bringen. Die Übernahme soll laut der Angaben im zweiten Quartal abgeschlossen sein.

Novo Nordisk, jahrzehntelang bekannt für sein Diabetesgeschäft, ist dank des Booms um die Abnehmmittel Wegovy und Ozempic zu einem der wertvollsten Börsenunternehmen der Welt aufgestiegen. Um Abnehmspritzen ist insbesondere in den USA ein Hype ausgebrochen.

(APA/Reuters/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Sozialwirtschaft: KV-Abschluss, Gehälter steigen um 9,2 Prozent

Sozialwirtschaft: KV-Abschluss, Gehälter steigen um 9,2 Prozent

Löhne und Gehälter wie auch Zulagen und Zuschläge werden um 9,2 Prozent erhöht. Der neue Mindestlohn liegt bei 2.067,40 Euro. Die Erhöhung gilt für IST-Einkommen wie für Mindesteinkommen gleichermaßen.

Apotheken können meiste Fälle von fehlenden Arzneien lösen

Apotheken können meiste Fälle von fehlenden Arzneien lösen

Mindestens 500 Medikamente sind derzeit wegen der hohen Abhängigkeit der Produktion von China und Indien nicht lieferbar. Darunter sind auch gängige Medikamente, die angesichts der besonders starken Grippe- und Erkältungssaison stark nachgefragt werden.