ÖÄK-Präsidium stellt sich hinter Ärztekammer-Präsident Steinhart

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

Das Präsidium der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) hat sich im Rahmen einer Sitzung demonstrativ hinter Präsident Johannes Steinhart gestellt. „Der ÖÄK-Präsident genießt unser uneingeschränktes Vertrauen“, ließ Harald Schlögel, 1. Vizepräsident der ÖÄK und Kammerchef in Niederösterreich, in einer Aussendung stellvertretend für die übrigen Präsidiumsmitglieder wissen. In der Wiener Kammer ist Steinhart allerdings aktuell mit starkem Gegenwind konfrontiert.

Angesichts der mutmaßlichen Missstände in der „Equip4Ordi“, einer ausgelagerten Tochtergesellschaft der Kurie niedergelassene Ärzte der Wiener Ärztekammer, wo Steinhart früher als Kurienobmann fungiert hatte, wies das ÖÄK-Präsidium „deutlich auf die für alle Beteiligten geltende Unschuldsvermutung“ hin. Die Behörden, die sich aktuell mit der Angelegenheit befassten, sollten in Ruhe ihrer wichtigen und begrüßenswerten Aufklärungsarbeit nachgehen können.

In der Causa geht es um den Vorwurf der Untreue bzw. der Begünstigung gegen die beiden Ex-Geschäftsführer der Einkaufsplattform und einen Mitarbeiter der Wiener Kammer. Die drei Beschuldigten sollen ausgesagt haben, sie hätten auf Weisung bzw. Genehmigung von Steinhart gehandelt. Dieser weist nach wie vor alle Vorwürfe zurück. In der Wiener Kammer wurde zu den Vorwürfen auch ein Untersuchungsausschuss eingesetzt. Steinhart ist Präsident sowohl in Wien als auch in der Bundes-Kammer.

Steinhart ging zuletzt aber noch weiter und attackierte Kollegen aus seiner eigenen Kammer-Fraktion, der ÖVP-nahen Vereinigung österreichischer Ärzte. In einem veröffentlichten Brief ortete er Diffamierungsversuche und eine gezielte Intrige zur Übernahme der Kammerführung. Zuvor war Steinharts Nachfolger bei den niedergelassenen Ärzten, Erik Randall Huber, in einer Kuriensitzung ein Schweigegebot auferlegt worden, er darf in der Causa nicht mehr nach außen kommunizieren. Huber stammt ebenfalls aus der Vereinigung österreichischer Ärzte.

(APA/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Kaltplasmatherapiezentrum in Eisenstadt

Kaltplasmatherapiezentrum in Eisenstadt

Seit 3 Jahren werden Patienten mit chronisch schwer heilenden Wunden in der Wundambulanz Burgenland in Eisenstadt höchst erfolgreich behandelt. Zudem ist die Wundambulanz Burgenland durch Anwendung von neuen, anerkannten Therapieformen in der modernden Wundbehandlung weithin bekannt. Jetzt erweitert sich die Behandlung für Patienten um die Behandlung durch Kaltplasmatherapie.

Klinikum Klagenfurt für interdisziplinäre Versorgungsqualität als Schädelbasiszentrum ausgezeichnet

Klinikum Klagenfurt für interdisziplinäre Versorgungsqualität als Schädelbasiszentrum ausgezeichnet

Vor allem über regelmäßige Fallkonferenzen wurde eine interdisziplinäre Kultur etabliert.

mRNA-Impfstoff wahrscheinlich wirksam gegen Melanom

mRNA-Impfstoff wahrscheinlich wirksam gegen Melanom

Die mRNA-Technologie wurde ursprünglich als mögliche immunologische Therapie gegen Krebs in der Form von Vakzinen entwickelt. Mit der Covid-19-Pandemie wurde das Verfahren dann für Corona-Impfstoffe verwendet. Nunmehr aber kommen die mRNA-Krebsvakzine offenbar wieder zurück zu ihrem Ursprung. Beim Jahreskongress der Amerikanischen Krebsforschungsgesellschaft (AACR) im US-Staat Florida stellt Moderna jetzt seine neuesten Ergebnisse vor.