PatientInnensicherheit trainieren im Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege

Lesedauer beträgt 3 Minuten
Autor: Scho

Der 6-semestrige Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege, der von der FH Gesundheitsberufe OÖ an fünf Standorten in Oberösterreich angeboten wird, zeichnet sich durch einen hohen Praxisbezug, Wissenschaft und Interprofessionalität aus. Auf PatientInnensicherheit wird dabei ein besonderer Fokus gelegt. Gegen Ende eines Semesters durchlaufen die Studierenden ein konkretes Szenario, welches bewusst nachgestellte potenzielle Risiken und Gefahren enthält, die erkannt und wo entsprechend gehandelt werden muss. Dazu werden in eigenen Simulationsräumen Situationen imitiert, wie sie in der Realität jederzeit vorkommen können. Die Studierenden erhalten vorab nur ein kurzes Briefing, bevor sie sich in einer vorgegebenen Zeit diesen Situationen stellen müssen. Begleitet und evaluiert werden sie dabei von kompetenten Lehrenden. Durch dieses speziell konzipierte Szenario wird das Risikobewusstsein geschult und die Sicherheitskultur gefördert.

51% der Studienzeit sind in der Gesundheits- und Krankenpflege dem praktischen Teil zuzuordnen. Die Studierenden trainieren im sogenannten Lernbereich Training und Transfer ihre praktischen Fertigkeiten, welche sie zuvor in der Theorie erlernt haben. Dies vermittelt Sicherheit für die Durchführung der Tätigkeiten in der Berufspraxis. Nach jedem Praktikum kehren die Studierenden noch einmal in diesen Lernbereich zurück, wo sie Situationen, die sie in der Praxis erlebt haben, wiederholt üben und vertiefen können. Das oben geschilderte Szenario ist ein Teil dieses Lernbereichs. Durch den hohen Praxisanteil im Studium ist sichergestellt, dass die Absolventinnen nach Beendigung des Studiums direkt in ihren Beruf einsteigen können. Und der generalistische Aufbau des Studiums ermöglicht den Absolventinnen einen vielfältigen Einsatz im sehr breiten und vielfältigen Berufsfeld der Gesundheits- und Krankenpflege.

„In ihrem kritischen Denken und der Beobachtungsfähigkeit geschult“

“Die Studierenden werden durch dieses Sensibilisieren für Gefahren der PatientInnensicherheit in ihrem kritischen Denken und der Beobachtungsfähigkeit geschult und sie entwickeln ein vermehrtes Situationsbewusstsein hinsichtlich der Patientinnengefährdung“, so Mag. Maria Auzinger, Mitglied des Lehr- und Forschungspersonals im Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Gesundheitsberufe OÖ.

“Die Intention Lernbereich, Training und Transfer im Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege zu verankern, war jene, die Handlungsfähigkeit der Studierenden zu stärken. Durch die reflexive Auseinandersetzung mit der notwendigen fachlichen, methodischen, sozialkommunikativen und wissenschaftlichen Kompetenz, entwickeln die Studierenden professionelle Handlungskompetenz für die berufliche Praxis”, sagt Mag. Heide Maria Jackel, MBA, Studiengangsleitung Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Gesundheitsberufe OÖ.

„Im Lernbereich Training und Transfer verbinden wir bekanntes theoretisches Wissen mit der Praxis. Dabei sammeln wir wertvolle Erfahrungen und vertiefen somit die pflegerischen Tätigkeiten. Die praktischen Übungen in den modernen Fachhochschulräumen machen sehr viel Spaß und wir werden bestens für den professionellen Arbeitsalltag vorbereitet“, meint Geroldinger Natalie, Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege, 3. Semester.

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