Regelung bei Fehlgeburten ab September

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Scho

Frauen, die in einer fortgeschrittenen Phase der Schwangerschaft eine Fehlgeburt erleiden, haben ab dem 1. September Anspruch auf die Unterstützung durch eine Hebamme. Die Novelle der Sozialversicherungsgesetze wurde im Juni im Nationalrat beschlossen. Demnach können nun auch Frauen, die nach der 18. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erleiden, einen Anspruch auf Hebammenbeistand haben.

Wird ein Kind mit 500 Gramm oder mehr leblos geboren, handelt es sich juristisch um eine Totgeburt. In diesen Fällen gab es bisher schon einen Anspruch auf eine Hebamme. „Wir haben in den vergangenen Wochen intensiv daran gearbeitet, die neue Regelung auch in der Praxis zum Vorteil für alle Betroffenen und Beteiligten umzusetzen“, sagte Gerlinde Feichtlbauer, Präsidentin des Österreichischen Hebammengremiums (ÖHG) am Donnerstag in einer Aussendung. Betroffene Frauen können sich in Zukunft unbürokratisch an eine Hebamme wenden. Dafür ist bei der Hebammensuche auf der ÖHG-Website eigens ein Suchbegriff „Betreuung nach Fehlgeburt und Totgeburt“ ergänzt worden.

Das ÖHG werde sich auch nach diesem Fortschritt weiterhin für die Verbesserung der Versorgung von Frauen mit Schwangerschaftsverlust einsetzen, hieß es weiter. Weitere Forderungen sind etwa die nach einer psychologischen bzw. psychotherapeutischen Begleitung sowie einer angemessenen Zeit für Rekonvaleszenz und Trauer.

Weitere Infos hier.

(APA/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

„Dock“ – eine Auszeichnung für das Ehrenamt

„Dock“ – eine Auszeichnung für das Ehrenamt

Vor einem Jahr wurde die Sozial- und Gesundheitspraxis von neunerhaus und Vinzenz Gruppe in Wien eröffnet. Nun hat das Projekt den „Preis der Orden“ erhalten..

Österreicher sorgen sich wegen Inflation und Gesundheitswesen
Umfrage

Österreicher sorgen sich wegen Inflation und Gesundheitswesen

Lange Wartezeiten auf Arzttermine und die Angst vor einer Überlastung des Gesundheitssystems sind Themen, die besonders ältere Menschen und die nicht erwerbstätige Bevölkerungsgruppe belasten.