AK fordert mehr Schutz für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

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Autor: Scho

Die psychische Gesundheit ist ein oftmals unterschätzter Faktor in der Arbeitswelt. Dabei seien „mentale Belastungen längst ein zentraler Treiber für Krankenstände, Frühpensionierungen und den Verlust dringend benötigter Fachkräfte“, teilte die AK Oberösterreich mit. Der sogenannte Mental Load – die unsichtbare, dauerhafte und oft belastende Verantwortung für Planung und Sorgearbeit – treffe vor allem Frauen und müsse als „arbeitsrelevanter Faktor“ anerkannt werden.

Im vergangenen Jahr waren psychische Erkrankungen Hauptursache für 22,3 Prozent der Langzeitkrankenstände von Frauen und für 13,5 Prozent jener der Männer, zitiert die Arbeiterkammer (AK) den WIFO-Fehlzeitenreport 2025 in ihrer Aussendung. „Der Schutz der psychischen Gesundheit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Denn nur wer körperlich und mental gesund ist, steht dem Arbeitsmarkt bis zum tatsächlichen Pensionsantrittsalter zur Verfügung“, so AK-OÖ-Präsident Andreas Stangl.

Die bisherige Maßnahme, die verpflichtende Evaluierung psychischer Belastungen, geht der AK nicht weit genug. In der Praxis würden „Qualitätsstandards, Kontrollmechanismen und verpflichtende Maßnahmenpläne“ fehlen, kritisiert sie. Auch seien Arbeitspsychologinnen und -psychologen nach wie vor nicht mit Arbeitsmedizinerinnen und -medizinern gleichgestellt. „Es braucht daher dringend eine Evaluierung und Weiterentwicklung des gesetzlichen Rahmens des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG)“, lautet die Forderung der AK.

(APA/red.)

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