Mehr Typisierte für Stammzellspende - Aber erst 3,6 Prozent

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Scho

Zuletzt haben sich mehr Personen hierzulande für eine Stammzellspende typisieren lassen. Damit kann Patientinnen und Patienten mit Blutkrebs (Leukämie) das Leben gerettet werden. „Der Anteil der typisierten Menschen in Österreich ist im vergangenen Jahr von 3,2 auf 3,6 Prozent gestiegen„, berichtete Susanne Marosch von Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich. In Deutschland sind es jedoch mehr als zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung, hieß es in der Aussendung.

Marosch freut, „dass mittlerweile mehr als 330.000 Österreicherinnen und Österreicher als potenzielle Stammzellspender zur Verfügung stehen.“ Anlässlich des Weltblutkrebstages am 28. Mai ruft ihr Verein allerdings „alle Österreicherinnen und Österreicher zwischen 17 und 45 Jahren dazu auf, sich mittels einfachem Wangenabstrich typisieren zu lassen und damit potenziell Leben zu retten“.

In Österreich warten jedes Jahr rund 300 an Blutkrebs erkrankte Menschen auf eine Stammzellspende. Für rund zehn Prozent der Betroffenen kann kein passender Spender gefunden werden. „Es ist entscheidend, dass sich möglichst viele Menschen typisieren lassen und als potenzielle Stammzellspender zur Verfügung stehen. Jede Typisierung bedeutet Hoffnung für Betroffene und ihre Familien. Sie ist einfach, schmerzfrei und könnte das Leben eines anderen Menschen für immer verändern,“ betonte Marosch.

Um sich in die pseudonymisierte, internationale Spenderdatenbank eintragen zu lassen, kann entweder an einer der zahlreichen österreichweiten Typisierungsaktionen teilgenommen werden oder online ein kostenloses Typisierungsset für zu Hause angefordert werden. Damit kann der Wangenabstrich selbst durchgeführt und mit einem vorfrankierten Kuvert zurückgesendet werden.

(APA/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Sonnenstürme und Erdmagnetfeld-Schwäche bergen Gesundheitsrisiken
Klimawandel

Sonnenstürme und Erdmagnetfeld-Schwäche bergen Gesundheitsrisiken

Sonneneruptionen haben "das Potenzial, die Chemie der Atmosphäre zu verändern und dadurch die Umweltbedingungen und das Leben auf der Erde zu beeinflussen", heißt es in einem Bericht der BOKU. Das Magnetfeld der Erde spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Schweizer Studie: Verzicht auf Schokolade könnte ungesund sein

Schweizer Studie: Verzicht auf Schokolade könnte ungesund sein

Den günstigsten Effekt stellten die Forscherinnen und Forscher bei einem Schokoladenkonsum von zwei bis sechs Riegeln in der Woche fest.