Auf der diesjährigen Jahrestagung der American Society for Radiation Oncology präsentiert Siemens Healthineers einen photonenzählenden CT-Scanner für den Einsatz in der Strahlentherapie-Planung. Naeotom Alpha.Prime für die Strahlentherapie ist mit einem neuartigen Cadmiumtellurid (CdTe)-Kristalldetektor ausgestattet. Dass ermöglicht, dass das Gerät eine Fülle neuer, klinisch relevanter Informationen liefern kann. Zugleich seien Bildauflösung und den Kontrast verbessert, was den Weg für eine präzise Strahlentherapie ebne, heißt es in einer Aussendung.
Die Computertomographie ist eine der wichtigsten Modalitäten in der Strahlentherapie-Vorbereitung. Zum anderen hilft CT dabei zu berechnen, wie sich die Strahlung auf verschiedenes Gewebe auswirken wird, was für eine genaue Festlegung der notwendigen Strahlendosis wichtig ist.
Seit Siemens Healthineers 2021 den weltweit ersten photonenzählenden Computertomographen (PCCT) vorgestellt hat, hat die Technologie Einzug in radiologische Abteilungen weltweit gehalten. In einem nächsten Schritt und in Zusammenarbeit mit mehreren klinischen Partnern auf der ganzen Welt seien nun alle Strahlentherapie-spezifischen Funktionen auf den photonenzählenden CT übertragen worden, um die fortschrittlichen Bildgebungsmöglichkeiten der neuen Technologie auch für die Behandlungsplanung voll auszuschöpfen zu können, heißt es.

Die Übertragung von Verschreibungen und Scananforderungen vom Onkologie-Informationssystem ARIA CORE1 direkt an Naeotom Alpha.Prime bildet die Grundlage für einen digitalen Arbeitsablauf. Das entsprechende Scan-Protokoll für die Strahlentherapie wird automatisch ausgewählt, wodurch der gesamte
Strahlentherapie-Simulationsprozess weiter verbessert wird.
Patientinnen und Patienten, die eine Strahlentherapie erhalten, könnten so von optimierten Behandlungsplänen profitieren, die sich aus zusätzlichen klinisch relevanten Informationen aus einem einzigen Scan ergeben. Denn Tumore können für eine präzise Strahlentherapie in Folge gezielt anvisiert werden.
Als einen „bedeutenden Fortschritt in der Bildgebung für die Strahlentherapie“ bezeichnet Gabriel Haras, Leiter Cancer Therapy Imaging bei Siemens Healthineers die Entwcklung. Hrvoje Kaučić, leitender Onkologe bei Radiochirurgia Zagreb in Kroatien, arbeitet seit sechs Monaten mit dem neuen Scanner in der Strahlentherapie und sagt: „Im Vergleich zu früheren Bildern zeigen die mit unserem neuen photonenzählenden CT-Scanner aufgenommenen Bilder wesentlich mehr Details. So können wir jetzt beispielsweise auf Bildern mit Kontrastmittel sehr kleine Leberläsionen erkennen, die nur vier Millimeter groß sind. Die verbesserte Sichtbarkeit durch Naeotom Alpha. Prime in der Strahlentherapie ermöglicht es uns, viel engere klinische Sicherheitsabstände zu den umliegenden Organen zu verwenden – was zu besseren Ergebnissen für die Patienten führt.“
(red.)

