ETH-Doktorand entwickelte Schnelltest für Denguefieber

Günstiger und einfacher als PCR-Diagnostik.
Günstiger und einfacher als PCR-Diagnostik.
Erste europaweite Untersuchung: Insgesamt noch seltenes Vorkommen, doch Hotspots in Griechenland und auf Zypern.
Ein orales antivirales Medikament könnte bei Ausbrüchen eingesetzt werden, die Fallzahlen bei prophylaktischer Verabreichung in Dengue-Endemiegebieten begrenzen und bei Reisenden sowie Personen, die nicht geimpft werden können Anwendung finden.
Seit der Einführung von Wolbachia ist die Häufigkeit von Dengue-Erkrankungen im Testgebiet auf 84 Fälle pro 100.000 Einwohnern gesunken. Zuvor lag sie bei 913 Fällen pro 100.000 Einwohner und Jahr gelegen.
2024 brachte bisher extrem hohe Dengue-Zahlen mit sich: Bis September wurden laut der EU-Gesundheitsbehörde ECDC weltweit 13 Millionen Infektionen und 8.500 Todesfälle gemeldet.
Der Impfstoff wird Personen empfohlen, die in tropische und subtropische Gebiete reisen. Der Stoff darf Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab vier Jahren verabreicht werden.
Insgesamt wurden bisher 4.019 Todesfälle aufgrund einer Dengue-Infektion bestätigt. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 1.179 Tote gewesen.
Insgesamt hat es laut WHO im heurigen Jahr bis Ende April schon Fälle in 90 Ländern gegeben. 7,6 Millionen seien gemeldet worden, 3,4 Millionen davon bestätigt.
Die Regierung von Präsidentin Dina Boluarte hat ein "Notstandsdekret" zur Bekämpfung des Dengue-Ausbruchs, der nach Ansicht von Experten durch den Klimawandel noch verschärft wird, verabschiedet.
In Österreich werden laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) pro Jahr 30 bis 120 Dengue-Virus-Infektionen diagnostiziert, bisher ausnahmslos bei Reise-Rückkehrern aus Endemie-Gebieten.
Auslöser für den starken Anstieg dürften die heftigen Regenfälle und die hohen Temperaturen der vergangenen Monate sein. Unter diesen Bedingungen kann sich die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) besonders gut entwickeln, die die Dengue-Viren überträgt.




