Thesis-Award 2022 geht an Florian Resch

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Autor: Scho

Florian Resch hat seine Arbeit während der beginnenden Covid-Pandemie angefertigt. Sie ist „deshalb wichtig, weil sie aufzeigt wie neu auftretende Probleme strukturiert bearbeitet werden können. Und wir als Gesundheitseinrichtungen tun gut daran, den Nachwuchs zu fordern und zu fördern“, erläutert Laudatorin Dr. Christine Fuchs, Medizinische Geschäftsführerin am Klinikum Lippe.

„Zu einem Zeitpunkt, wo am freien Markt kaum FFP-Masken verfügbar waren oder horrende Kosten verursachten, bearbeitete Florian Resch in seiner Master-Arbeit einige Fragestellungen dazu, wodurch wesentliche Entscheidungsgrundlagen entstanden“, sagt Michael Kazianschütz, Bereichsleiter Logistik am LKH-Univ. Klinikum Graz, der die Arbeit vor Ort begleitet hat.

Leipziger Innovationspreis für Krankenhauslogistik

Neben dem Nachwuchspreis Thesis-Award wird am 11. Mai auf der Eröffnungsveranstaltung der med.Logistica auch der dritte Leipziger Innovationspreis für Krankenhauslogistik übergeben. Die Auszeichnung für besonders fortschrittliche und praktisch erprobte Logistikprojekte im Gesundheitswesen ging 2021 auf der med.Logistica DIGITAL an das Universitätsspital Zürich und wird nach der pandemiebedingen digitalen Auslobung im Mai 2022 persönlich im Congress Center Leipzig (CCL) überreicht.

Die mit 6.000 Euro dotierte Auszeichnung für besonders innovative Logistikprojekte im Gesundheitswesen wurde durch den Aussteller- und Programmbeirat der med.Logistica sowie die Leipziger Messe GmbH initiiert und 2017 erstmals verliehen. Zu den Auswahlkriterien gehören Innovationskraft, Praxisrelevanz, quantifizierbarer Nutzen und Nachhaltigkeit, Multiplikationseffekt, Potenzial bezüglich Ökonomie und Qualität sowie Patientennutzen und -sicherheit.

KI in der Versorgungslogistik

Die Preisträger vom Universitätsspital Zürich sind Projektleiter Christian Schläpfer und die Qualitätsmanagement-Beauftrage SCM Florentina Pichler. Ebenfalls geehrt wurde Dr. Peter Kauf, Geschäftsführer der Prognosix AG. Sie verantworten das ausgezeichnete Projekt zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Beschaffung und Sortimentsoptimierung sowie zur Bedarfsprognose für kritische Materialien, auch während Corona.

Am Universitätsspital Zürich werden für 43 Kliniken in rund 160 dezentralen Modullagern Arzneimittel und medizinische Materialien vorgehalten. Bei Sortimenten von 200 bis über 1.000 Artikeln muss die Versorgungslogistik sicherstellen, dass die richtigen Produkte in der richtigen Menge zur richtigen Zeit am richtigen Ort und in der richtigen Qualität vorhanden sind. Die Lösung für die Optimierung der Sortimente: Künstliche Intelligenz.

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