Streit über Beatmungsgeräte - Philips einigt sich mit Teil der Kläger
1 minLesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho
Im Streit über fehlerhafte Beatmungsgeräte hat sich der niederländische Medizintechnikkonzern Philips mit einem Teil der US-Kläger auf eine Vergleichszahlung geeinigt. Die Einigung bezieht sich nur auf Kläger, die wirtschaftlichen Schaden geltend gemacht haben, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Dazu zählen Nutzer der Geräte sowie Versicherer. Davon unberührt sind Klagen, in denen es um mutmaßliche Gesundheitsschäden geht.
Bereits im ersten Quartal hatte der Konzern für die Rechtsstreitigkeiten in den USA 575 Millionen Euro zurückgelegt. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg nun berichtete, belaufen sich die Vergleichszahlungen auf mindestens 479 Mio. Dollar (446 Mio. Euro). Wenn sich weitere Kläger anschlössen, könne die Summe steigen. Philips zufolge werden die Zahlungen frühestens im ersten Quartal kommenden Jahres fällig. Das zuständige Gericht müsse dem Vergleich noch zustimmen.
Philips hatte weltweit rund 5,5 Millionen Geräte zurückrufen müssen. In den betroffenen Geräten wurde ein Dämmschaumstoff verarbeitet, von dem sich Partikel lösten. Der darin verwendete Schaumstoff steht im Verdacht, im Laufe der Zeit giftig zu werden. Neben den Rückstellungen von 575 Mio. Euro aus dem ersten Quartal hatte das Unternehmen rund eine Milliarde Euro für den Rückruf eingeplant.
Vertreter von Moderna reagierten zunächst nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme. Moderna wirft den beiden Konkurrenten vor, ihre Patentrechte an der Boten-RNA-Impfstoff-Technologie im Zusammenhang mit der Entwicklung des Corona-Impfstoffs in drei Fällen verletzt zu haben.
Erstmals vier Prozent als Stammzellspender registriert
Foto: Wikimedia Commons / Ryddragyn at English Wikipedia
Noch Luft nach oben: Für zehn Prozent der Leukämie-Betroffenen wird kein passender Spender gefunden - "Jede einzelne Typisierung kann den entscheidenden Unterschied machen".