In der Demokratischen Republik Kongo sind bereits knapp 1.000 Menschen nachweislich an Ebola gestorben. Das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit des zentralafrikanischen Landes teilte mit, die Zahl der bestätigten Todesfälle betrage aktuell 999. Zudem seien derzeit 2.473 Menschen an Ebola erkrankt, während 737 Patienten in Isolation behandelt würden. Nach Angaben der Behörde werden derzeit 82 Prozent aller Kontakte von bestätigten Ebola-Fällen nachverfolgt.
Foto: Wikimedia Commons / Dr. Frederick Murphy
Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, ist es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nötig, 90 Prozent aller Menschen, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren, zu ermitteln und zu beobachten. Bisher wurden in fünf der 26 Provinzen des 116-Millionen-Einwohner-Landes Infektionen mit der lebensgefährlichen Viruserkrankung registriert, wobei die nordöstliche Provinz Ituri das Zentrum des Ausbruchs ist. Ituri grenzt an Uganda und Südsudan. In Uganda gab es ebenfalls Ebola-Fälle, einschließlich zweier Todesfälle.
Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bisher weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren.
WHO – Europas Gesundheitssystem weniger widerstandsfähig
Foto: European Health Forum Gastein
Die Pandemie, die Krise beim Gesundheitspersonal - nicht zuletzt durch unatraktivbe Arbeitsbedingungen - und Rückstände bei der Digitalisierung hätten Europas Gesundheitssystemen zugesetzt, so der Befund.
EU-Rechnungshof: Förderungen für E-Gesundheitssysteme unklar
Foto: MW auf Unsplash
Die EU fördert die Digitalisierung des Gesundheitswesens seit mehr als 20 Jahren, vor allem durch Empfehlungen und unverbindliche Zielvorgaben. Seit der Corona-Krise wurden mehr verbindliche Beschlüsse und Verordnungen angenommen.
Zwei Gynäkologinnen, die sich bereit erklärt hatten, Abtreibungen vorzunehmen, sprangen ab, berichteten. Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) will weiter nach einer Lösung suchen. Tirols SPÖ-Nationalrätin Selma Yildirim ortete indes eine "Blockadehaltung" der ÖVP.