Aktionswoche: Mehr als ein Drittel lebt mit chronischer Erkrankung

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

Die Österreichischen Plattform Patient:innensicherheit launcht anlässlich des Internationalen Tags der Patient:innensicherheit am 17. September eine entsprechende Aktionswoche. Die Veranstaltungsreihe zwischen dem 14. und 18. September soll die Versorgung von Menschen mit nichtübertragbaren, chronischen Erkrankungen ins Blickfeld rücken – Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen. Das Thema folge der diesjährigen WHO-Kampagne „Safe care for noncommunicable diseases“ mit dem Slogan „Safe care for life!“, heißt es in einer Aussendung. Wie auch in den vergangenen Jahren können alle geplanten Aktivitäten bei der Plattform eingemeldet werden. Diese werden auf einer interaktiven Landkarte auf der Website sichtbar gemacht. Laut der Plattform lebt mehr als ein Drittel der Bevölkerung Österreichs mit einer chronischen Erkrankung.

Am 17. November 2026 lädt die Plattform Patient:innensicherheit zudem zur jährlichen Fachtagung in den Van Swieten Saal der Medizinischen Universität Wien ein. Der Titel in diesem Jahr: „Chronisch Sicher. Patient:innensicherheit bei chronischen Erkrankungen.“ Die Tagung ist eine Kooperation mit dem Comprehensive Center for Pediatrics der Medizinischen Universität Wien und der Österreichischen Ärztekammer.

Chronische Krankheiten würden Betroffene oft über viele Jahre begleiten, heißt es in der Aussednung. „Gerade deshalb ist eine sichere, koordinierte Versorgung über alle Versorgungsbereiche und den gesamten Erkrankungsverlauf hinweg entscheidend“, so Michael Wagner, Präsident der Österreichischen Plattform Patient:innensicherheit. Patient:innensicherheit müsse besonders bei Menschen, die über lange Zeiträume auf das Gesundheitssystem angewiesen sind, täglich gelebt werden.

Vor allem an Schnittstellen würden Risiken entstehen, heißt es. Gemeint ist damit zum Beispiel der Übergang in die Nachsorge, die Abstimmung zwischen Fachbereichen sowie die Harmonisierung von oft komplexen Medikationsplänen. Die Aktionswoche solle genau diese Risiken sichtbar machen und das Bewusstsein in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung schärfen. „Jede Initiative, sei sie groß oder klein, trägt dazu bei, Risiken zu reduzieren und die Versorgung nachhaltig sicherer zu machen“, so Brigitte Ettl, Past-Präsidentin und Gründerin der Österreichischen Plattform Patient:innensicherheit.

(red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Fresenius arbeitet sich langsam aus der Krise

Fresenius arbeitet sich langsam aus der Krise

Der krisengeschüttelte Gesundheitskonzern hat sich im zweiten Quartal weiter erholt. Vor allem aber bei der zu Fresenius gehörenden Vamed stehen weitere tiefgreifende Umstrukturierungen an.

Deutliche Rückschritte bei der Bekämpfung von Malaria

Deutliche Rückschritte bei der Bekämpfung von Malaria

Die Zahl der Todesfälle stieg von 576.000 auf 608.000. Hauptbetroffen ist nach wie vor Afrika. Den größten Zuwachs verzeichnete aber Pakistan. Die Hauptgründe: Klimawandel und Resistenzen.

EU-Staaten gegen Gesundheitschecks bei Führerscheinerneuerung

EU-Staaten gegen Gesundheitschecks bei Führerscheinerneuerung

Führerscheine sollen künftig alle 15 Jahre erneuert werden. Kürzere Fristen im Alter sollen den jeweiligen Ländern überlassen werden. Auch Fahrtauglichkeitsprüfungen sollen nicht verpflichtend sein.