Eli Lilly kauft Psychedelika-Entwickler AtaiBeckley

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Autor: Scho

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly steigt mit einer milliardenschweren Übernahme in die Entwicklung von psychedelischen Medikamenten gegen Depressionen ein. Für bis zu 3,8 Mrd. Dollar (3,33 Mrd. Euro) kauft das Unternehmen den US-Spezialisten AtaiBeckley, wie Lilly mitteilte. Damit sichert sich der Konzern den Zugriff auf neuartige Therapien für Patienten, bei denen herkömmliche Antidepressiva nicht anschlagen.

„Millionen von Menschen suchen immer noch nach Linderung und brauchen dringend eine Therapie, die wirkt“, erklärte Carole Ho, Leiterin der Neurologie-Sparte bei Lilly.

Das am weitesten fortgeschrittene Medikament von AtaiBeckley, das Nasenspray BPL-003, basiert auf einer synthetischen Form des Psychedelikums DMT. Es soll die Fähigkeit des Gehirns wiederherstellen, neue neuronale Verbindungen zu bilden. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Mittel den Status einer „Breakthrough Therapy“ verliehen, was eine beschleunigte Zulassung ermöglichen soll. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die entscheidende klinische Phase-3-Studie.

Der Kaufpreis setzt sich aus einer Barzahlung von 6,75 Dollar je AtaiBeckley-Aktie zusammen. Damit wird das Unternehmen mit rund 2,8 Mrd. Dollar bewertet. Hinzu kommen mögliche Meilensteinzahlungen von bis zu einer Milliarde Dollar, falls bestimmte Entwicklungs- und Zulassungsziele erreicht werden. Die Barzahlung entspricht einem Aufschlag von rund 40 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen 30 Tage. Der Abschluss der Übernahme wird für das dritte Quartal erwartet.

Der Gründer und größte Aktionär von AtaiBeckley, der deutsche Investor Christian Angermayer, unterstützt das Vorhaben. Die Ressourcen von Lilly würden helfen, die Therapien schneller voranzutreiben, erklärte er.

An der Börsen reagierten die Aktien von AtaiBeckley mit einem Kurssprung auf die Nachricht, zuletzt notierten die Titel rund 32 Prozent im Plus. Die Aktien von Eli Lilly stiegen im Frühhandel in New York um 1,3 Prozent.

(APA/Reuters/red.)

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