Forscher lösten Rätsel um erschöpfte Abwehrzellen

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Autor: Scho

Forschende aus Freiburg haben eine Antwort, warum Immuntherapien oft versagen. Der Grund: Ein fehlendes Stoppsignal lässt Abwehrzellen ausbrennen. Nur 20 bis 40 Prozent der Krebspatientinnen und -patienten sprächen dauerhaft auf Immuntherapien an, teilte die Universität Freiburg mit. Die Ursache sei häufig eine Erschöpfung der Abwehrzellen durch eine zu lange Aktivierung.

Das Team um die Wissenschafter Jens Stein und Lukas Altenburger wies im Fachjournal „Science“ nach, dass sogenannte Chemokine hierbei als biologische Zeitschaltuhr fungieren. Sie signalisieren den Abwehrzellen nach ein bis zwei Tagen, sich von ihren Aktivierungsstationen zu lösen. Fehlt dieses Stoppsignal, bleiben bestimmte Abwehrzellen, sogenannte CD8-T-Zellen, zu lange aktiviert. Dadurch erschöpfen sie sich und verlieren ihre Fähigkeit, Krebszellen oder chronische Infektionen wirksam zu bekämpfen.

Die Forschenden verglichen für ihre Studie das Verhalten der Zellen im Labor mit jenem in den Lymphknoten von Lebewesen. Während die Zellkontakte im Labor lange andauerten, lösten sie sich in den Lymphknoten nach ein bis zwei Tagen. Dieser Unterschied ließ sich durch die Anwesenheit der Chemokine erklären.

„Dank dieser Entdeckung verstehen wir besser, warum Lymphozyten bei chronischen Erkrankungen und Krebs durch Überstimulation funktionsunfähig werden können“, wurde Stein in der Mitteilung zitiert. Die Ergebnisse könnten helfen, Immuntherapien und Impfstrategien zu verbessern.

(APA/sda/red.)

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