Der Klimawandel stellt das Gesundheitswesen vor immer größere gesundheitliche und organisatorische Herausforderungen. Die Arbeit von Elisabeth Glück aus dem Masterstudiengang Gesundheitsförderung und Personalmanagement untersucht, wie Gesundheitseinrichtungen besser auf diese Folgen vorbereitet werden können. Dafür entwickelte die junge Forscherin einen Qualitätsmanagementprozess, der Krankenhäuser dabei unterstützt, Klimaanpassung, weniger Emissionen und nachhaltige Maßnahmen dauerhaft in ihre Abläufe einzubauen.
Mittels Fokusgruppe und einem Experteninterview waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens direkt eingebunden. „Ein klimaresilientes Gesundheitssystem ist wichtig, um die Bevölkerung zu schützen und gleichzeitig zum Klimaschutz beizutragen“, sagt Glück. Die Ergebnisse zeigen: Bisher werden oft nur einzelne Maßnahmen umgesetzt. Die vollständige Integration des Themas in die Unternehmensstruktur bleibt eine große Herausforderung.

Damit sich Gesundheitseinrichtungen langfristig an den Klimawandel anpassen können, braucht es laut Glück vor allem feste Strukturen, mehr Wissenstransfer, Schulungen und eine Führung, die das Thema Klima aktiv mitdenkt. Zu den größten Hürden zählen laut der Studienautorin fehlende Personalressourcen und Wissenslücken. Die Arbeit liefert praxisnahe Schritte und priorisierte Themenfelder für die institutionelle Verankerung klimarelevanter Qualitätsziele.
Elisabeth Glück, geboren 1999, absolvierte die HLW für Sozialmanagement der Caritas in Graz und ein Bachelorstudium für Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Joanneum. Daran schloss sie den berufsbegleitenden Masterstudiengang Gesundheitsförderung und Personalmanagement an der Hochschule Burgenland in Pinkafeld an. Nach einigen Jahren im Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege wechselte sie 2024 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Department Gesundheit & Soziales der Hochschule Burgenland.
(red.)

