Pharmahersteller GSK übertrifft zum Halbjahr die Erwartungen

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Scho

Beim britischen Pharmakonzern GSK hat das Geschäft mit HIV-Medikamenten und Impfungen im zweiten Quartal für Schwung gesorgt. Weil ihre bisherigen Erwartungen damit übertroffen worden seien, hob Konzernchefin Emma Walmsley zur Zahlenvorlage am Mittwoch die Jahresziele für Umsatz und Ergebnis an. „Wir haben ein exzellentes Quartal hinter uns“, sagte die Managerin laut Mitteilung in London.

GSK will demnach nun den Erlös heuer gerechnet zu konstanten Wechselkursen und ohne das Covid-Geschäft um 8 bis 10 Prozent steigern. Zuvor lag die Spanne bei 6 bis 8 Prozent. Die Aktie legte an der Londoner Börse im frühen Handel um knapp 0,7 Prozent zu.

Das bereinigte operative Ergebnis soll im Vergleich zum Vorjahr währungsbereinigt um 11 bis 13 Prozent anziehen – das ist je ein Prozentpunkt mehr als bisher in Aussicht gestellt. Dabei geht GSK nun von einer noch etwas besseren Entwicklung in seinem Geschäft mit Spezialmedikamenten und für den Bereich „General Medicines“ aus, der unter anderem die Atemwegsarzneien umfasst.

Gewinn unter dem Strich verdoppelt

Abzüglich des Covid-Geschäfts schloss der Hersteller das vergangene Quartal mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg von elf Prozent ab. Insgesamt stieg der Erlös zu tatsächlichen Wechselkursen mit vier Prozent auf fast 7,2 Mrd. Pfund (8,4 Mrd. Euro) deutlich langsamer. Der bereinigte Betriebsgewinn erhöhte sich um 8 Prozent auf knapp 2,2 Mrd. Pfund. Umsatz und Ergebnis fielen besser aus als von Analysten erwartet.

GSK profitierte eigenen Angaben zufolge ergebnisseitig auch von höheren Lizenzgebühren, belastend wirkten sich jedoch höhere Forschungs- und Entwicklungskosten und teure Anläufe neuer Produkte aus. Unter dem Strich wurde der Gewinn mit 1,6 Mrd. Pfund in etwa verdoppelt. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern noch erhöhte Aufwendungen für die Neubewertung von Verbindlichkeiten.

(APA/dpa-AFX/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Ärzte skeptisch zu Krankschreibung in Wiens Erstversorgungsambulanzen

Ärzte skeptisch zu Krankschreibung in Wiens Erstversorgungsambulanzen

Stadt Wien und Österreichischs Gesundheitskasse (ÖGK) wollen, dass Erstversorgungsambulanzen künftig auch krankschreiben können. Die Ärztekammer reagiert ablehnend.

„Sitzen ist das neue Rauchen“ – Immer mehr junge Männer erkranken an Adipositas

„Sitzen ist das neue Rauchen“ – Immer mehr junge Männer erkranken an Adipositas

Laut Statistik Austria sind in Österreich 3,7 Millionen Menschen über 15 Jahre übergewichtig, rund 17 Prozent von ihnen haben bereits Adipositas.

Corona – Österreichs Impfliefervertrag mit Pfizer mehr als halbiert

Corona – Österreichs Impfliefervertrag mit Pfizer mehr als halbiert

Österreich erhält damit 4,1 Millionen Impfdosen in den nächsten drei Jahren, statt neun Millionen Dosen noch heuer.