Der deutsche Technologiekonzern Siemens will Analysten und Investoren bereits Mitte November auf seine strategischen Pläne für die nächsten Jahre einstimmen. Das Unternehmen lud für 13. November zu einer siebenstündigen Veranstaltung unter dem Titel „One Tech – Strategy & Results“ nach München ein. Damit kombiniert Siemens die Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2024/25 (per Ende September) mit dem eigentlich für Dezember vorgesehenen Kapitalmarkttag.

Bis dahin wird auch die Entscheidung fallen, wie Siemens mit seiner Beteiligung von 71 Prozent an der Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers umgeht. Finanzvorstand Ralf Thomas hatte Ende vergangenen Jahres laut über einen weitergehenden Rückzug bei Siemens Healthineers nachgedacht und auch eine Abgabe der Mehrheit ins Gespräch gebracht. Das „Handelsblatt“ hatte im August berichtet, dass sich der Konzern nicht kurzfristig von der Mehrheitsbeteiligung an seiner Erlanger Medizintechnik-Tochter trennen werde. Wahrscheinlicher sei weiterhin eine Reduzierung der Anteile, wenn Kapital etwa für Software-Übernahmen benötigt werde. Vergangene Woche schrieb die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise, Thomas befürworte weiter einen perspektivischen Ausstieg, noch gebe es aber im Unternehmen und im Aufsichtsrat Skeptiker, die weiteren Diskussionsbedarf sähen.
Unter dem Schlagwort „One Tech“ will Vorstandschef Roland Busch vor allem die beiden Kernbereiche Automatisierungs- (Digital Industries) sowie Gebäude- und Infrastrukturtechnik (Smart Infrastructure) enger verzahnen. Doppelstrukturen sollen aufgegeben, grundlegende Technik und Software für den gesamten Konzern gemeinsam entwickelt werden. Auch gegenüber den Kunden will Siemens einheitlicher auftreten.
(APA/Reuters/red.)


