Smart-Ring-Pionier Oura verschiebt US-Börsengang

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Autor: Scho

Der finnische Smart-Ring-Pionier Oura hat seinen geplanten Börsengang in den USA wegen des unruhigen Marktumfelds verschoben. Oura wollte seine Aktien ursprünglich am Dienstag bepreisen und am Mittwoch an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq debütieren. Doch steigende Anleiherenditen, die Sorge vor weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed sowie geopolitische Spannungen trübten zuletzt die Stimmung der Investoren.

Das Unternehmen ist bekannt für sogenannte Smart Rings – fingerringgroße Geräte, die Fitness- und Gesundheitsdaten wie Herzfrequenz, Schlafqualität und Aktivitäten aufzeichnen und als bildschirmloser Ersatz für Smartwatches dienen.

Das Unternehmen peilte bei dem Börsengang eine Bewertung von bis zu 15,62 Mrd. Dollar (13,73 Mrd. Euro) an. Oura und einige Altaktionäre wollten 50 Millionen Aktien zu einem Preis von 40 bis 44 Dollar je Anteilsschein anbieten. Damit hätte der Elektronikkonzern bis zu 2,2 Mrd. Dollar erlösen können. Oura-Chef Tom Hale erklärte am Dienstag, sein Unternehmen habe den Luxus, den richtigen Zeitpunkt für den Börsengang selbst wählen zu können. Nach Angaben von Lukas Mühlbauer vom Analysehaus IPOX Research war die Emission rund vierfach überzeichnet. Dies sei „eine solide, für eine bekannte Verbrauchermarke jedoch nicht überwältigende Nachfrage“.

Oura ist nicht das erste Unternehmen, das seinen geplanten US-Börsengang in jüngster Zeit verschiebt. Der Nukleardienstleister Holtec und der Versicherer Bamboo Insurance etwa legten ihre Pläne auf Eis. „Wir befinden uns in einem völlig anderen Markt für Börsengänge als noch vor wenigen Wochen gedacht“, sagte Samuel Kerr, Experte beim Analysehaus Mergermarket. Selbst wirtschaftlich starke Unternehmen stünden nun unter genauerer Beobachtung. Das Marktfenster gilt jedoch nicht als komplett geschlossen. Das Debüt des auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierten Start-ups Anthropic wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet und könnte einer der größten Börsengänge überhaupt werden.

(APA/Reuters/red.)

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