Die Welt der Medizin ist voller Mythen. Mythen sind, das, die gefährlich werden können. Zugleich aber sind es oft auch eben diese einfachen Erklärungsmodelle, die Menschen ganz besonders anziehen. Die Pandemie war in dieser Sache ein schmerzhaftes Lehrbeispiel. An der Hochschule Burgenland werden Studierenden des Bachelorstudiengangs Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung daher nun gezielt Grudkenntnissse in der gesundheitskommunikation vermittelt. Der Name der Lehrveranstaltung: „Health Influencing“.
Dabei lernen die Studierenden im vierten Semester, wissenschaftlich fundierte Gesundheitsbotschaften in Form von Podcasts oder Erklärvideos aufzubereiten oder auch Gesundheitskampagnen für Social Media und digitale Medien zu erarbeiten. Denn „gerade im Gesundheitsbereich ist es wichtig, den vielen Fake News und vorwiegend profitorientierten Kampagnen faktenbezogenen und leicht verständlichen Content entgegen zu setzen“, sagt Studiengangs- und Departmentleiter Erwin Gollner.

Studierende lernen dabei im Sommersemester, was guten Health Content auszeichnet und wie man ihn produziert. Lehrveranstaltungsleiterin und selbst ehemaliger Podcast-Host Barbara Szabo umreißt die Anfangsfragestellungen einer jeden Produktion dabei so: „Welches Ziel will ich verfolgen? Wer ist meine Zielgruppe und was ist der richtige Kanal, um diese zu erreichen?“ Und sie sagt zu all dem was danach kommt: „Wie produziere ich ein Video oder einen Podcast und wie analysiere ich abschließend den Erfolg meiner Kampagne?“ Das seien „die Fragen, die die Studierenden an konkreten Beispielen aus der Praxis beantwortet haben“.
In ihren Projekten arbeiteten die Studierenden dabei in Gruppen für reale Auftraggeber. Unter anderem entstanden dabei ein Podcast für die Hochschule Burgenland zum Thema Stress im Studium, drei Kurzvideos zu positiver Psychologie im Schulsetting für die PPH Burgenland, Gesundheitstipps für die Mitarbeiterinnen der Diakonie Südburgenland und Social Media Content für die Gesundheitstage des Landes.
„Diese Kompetenzen können die Studierenden mit in ihre Berufe nehmen und werden dafür Sorge tragen, Qualität in die Informationsflut auf Social Media Kanälen zu bringen“, so Szabo. Die Studenten sollen nach ihrem Studium „Brücken schlagen“, wie sie sagt – zwischen Fachlichkeit und Nahbarkeit, zwischen evidenzbasierten Botschaften und alltagsnaher Kommunikation
(red.)


