Verkehrssicherheits­fachleute für Helmpflicht bei E-Bikes

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Autor: Scho

Eine Helmpflicht für Nützer von E-Bikes würde in Österreich pro Jahr rund 300 Schädel-/Hirn-Verletzungen verhindern. Das geht aus Berechnungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) hervor. 2023 wurden rund 11.100 Personen beim Fahren mit einem E-Bike so schwer verletzt, dass sie im Spital behandelt werden mussten, 8.900 davon verunglückten im Straßenverkehr. Zudem habe es 19 Tote gegeben. Auch 2024 seien bereits Todesfälle zu beklagen.

Laut Befragungen in Spitalsambulanzen und Hochrechnungen durch die Verkehrssicherheitsfachleute wurden elf Prozent der Verletzten in den vergangenen sieben Jahren bei E-Bike-Unfällen am Kopf verwundet und sieben Prozent erlitten Schädel-/Hirnverletzungen. Das Risiko für eine solche Verletzung sei ohne Helm sieben Mal höher.

„Das verpflichtende Tragen eines Helms für alle Altersgruppen hätte in den vergangenen sieben Jahren mehr als 2.200 Schädel-/Hirnverletzungen verhindern können. Das sind mehr als 300 Fälle pro Jahr“, rechnete Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV, in einer Aussendung am Montag vor. Gelten solle die Helmpflicht auch für E-Scooter, aber nicht für Personen über zwölf Jahren, die mit herkömmlichen Fahrrädern unterwegs sind.

Die elektronische Tretunterstützung der sogenannten Pedelecs ermöglicht eine höhere Geschwindigkeit und bessere Beschleunigung. Dadurch sei die Gefahr für Erwachsene spürbar gestiegen. Das Durchschnittsalter der mit E-Bikes Verunglückten liegt laut KFV im Fünf-Jahresschnitt bei 55 Jahren. Die Helmtragequote sei mit 62 Prozent bereits jetzt höher als bei herkömmlichen Fahrrädern (40 Prozent). Aber nur knapp mehr als ein Drittel der im Straßenverkehr mit einem E-Bike tödlich verunglückten Personen trug zum Unfallzeitpunkt einen Helm.

Robatsch sieht Parallelen zur Diskussion um die Einführung einer Radhelmpflicht für Kinder bis zwölf Jahre, die im Juni 2011 erfolgte. Davor „lag der Anteil an Kopfverletzungen in dieser Altersgruppe bei 23 Prozent, im Jahr 2021 aber nur mehr bei zehn Prozent, was einem Rückgang von 57 Prozent entspricht“.

(APA/red.)

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