Deutscher Pharmaverband warnt vor "Paracetamol-Challenge"

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

Pharmahersteller haben vor einer sich in sozialen Netzwerken wie Tiktok ausbreitenden „Paracetamol-Challenge“ gewarnt. Dabei würden Jugendliche überdurchschnittlich hohe Mengen des Medikaments zu sich nehmen und dies dokumentieren, teilte der Verband Pharma Deutschland am Donnerstag mit.

Ziel der lebensgefährlichen Mutprobe sei, eine möglichst hohe Dosis zu überleben. Den Angaben zufolge verbreitet sich der ursprünglich aus den USA kommende Trend derzeit in Belgien und der Schweiz. Er reihe sich in eine Folge von gefährlichen Mutproben ein, von denen einige tödlich geendet hätten.

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer von Pharma Deutschland, Elmar Kroth erklärte, Paracetamol sei ein sicheres und gut verträgliches Schmerzmittel – bei ordnungsgemäßer Dosierung. „Wenn diese mutwillig um ein Vielfaches überschritten wird, kann dies die Leber irreparabel schädigen oder zum Tod führen.“ Die Gefahr bestehe zusätzlich darin, dass erst 24 bis 48 Stunden nach einer Überdosierung des Arzneimittels Beschwerden aufträten, die auf eine Leberschädigung hinwiesen. Dann könne es für die Anwendung eines Gegenmittels bereits zu spät sein.

(APA/ag/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

ÖÄK-Mayer: „Bei Versorgung mit Medizinprodukten in keinerlei Abhängigkeit begeben“

ÖÄK-Mayer: „Bei Versorgung mit Medizinprodukten in keinerlei Abhängigkeit begeben“

Der Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer übt Kritik am Verkauf des Medizingeschäfts von Semperit nach Asien.

Immungedächtnis in Organen durch Corona-Impfung

Immungedächtnis in Organen durch Corona-Impfung

Die Immungedächtniszellen in den Organen sind laut Forschern der Berliner Charité sogar zahlreicher als im Blut und verfügen über verstärkte antivirale Abwehrfunktionen.

UNO-Bericht: Ausbreitung von Superbakterien wegen Umweltverschmutzung

UNO-Bericht: Ausbreitung von Superbakterien wegen Umweltverschmutzung

Antibiotikaresistenz ist ein natürliches Phänomen, aber der übermäßige und falsche Einsatz von Antibiotika in Menschen, Tieren und Pflanzen hat das Problem verschlimmert. Laut einem UN-Bericht steigern zunehmende Verschmutzung und mangelndes Management der Verschmutzungsquellen, kombiniert mit Antibiotikaresistenzen in Kliniken und Krankenhäusern sowie Landwirtschaft, die Risiken zusätzlich.