Gut eine halbe Million Kinder in Europa laut WHO ohne Impfschutz

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Autor: Scho

In der WHO-Europaregion ist die Zahl der völlig ungeimpften Kinder im vergangenen Jahr gesunken. Allerdings sei die Zahl jener, die keinen oder keinen vollen Impfschutz gegen Infektionskrankheiten haben, noch groß, berichten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF am Mittwoch. Die WHO-Europaregion geht weit über die EU hinaus. Dazu gehören 53 Länder, darunter auch etwa die Türkei, Turkmenistan und Israel.

Gut die Hälfte der gar nicht geimpften Kinder lebt in vier Ländern: Kasachstan, Türkei, Großbritannien und Aserbaidschan. Die Zahlen im Einzelnen: Insgesamt waren im vergangenen Jahr in den 53 Ländern zusammen 43.000 Kinder weniger gar nicht geimpft als 2024. Insgesamt fehlte noch 566.000 Kindern jeglicher Impfschutz, und 258.000 Kinder waren nur unzureichend geschützt.

Zu den ersten Impfungen, die Babys erhalten, gehören die gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (Pertussis). In der gesamten Europa-Region lag die Rate bei 94 Prozent, wie im Jahr davor. 2019 waren es noch 96 Prozent. In Österreich erhielten im Vorjahr 95 Prozent der Babys zumindest eine Impfdosis.

Rund 92 Prozent der Kinder in der Europa-Region bekamen – ebenso wie im Jahr davor – die erste Dosis der Masern-Impfung. 2019 waren es noch 94 Prozent gewesen. In Österreich erhielten 95 Prozent die erste Dosis, 2024 waren es nur 90 Prozent. Die zweite Dosis wurde, wie auch 2024, nur 84 Prozent verabreicht. 2021 waren es noch 94 Prozent.

Die UNO-Organisationen sind besorgt über Rückgänge bei Impfraten in manchen Ländern. Das liege unter anderem daran, dass Impfprogramme in zahlreichen Konfliktgebieten eingeschränkt seien, aber auch an fehlenden Mitteln nach der Kürzung von Entwicklungshilfe durch viele reichere Länder.

Die WHO nennt aber auch Falschinformationen über Risiken beim Impfen als Problem. „Impfstoffe haben in den letzten fünf Jahrzehnten mehr als 150 Millionen Menschenleben gerettet“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bereits im vergangenen Jahr.

(APA/dpa/red.)

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