Bewegung steigert Dickdarmkrebs-Überlebensraten

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Autor: Scho

Körperliche Betätigung mit regelmäßigen Fitness-Aktivitäten verringert die Rückfallsrate bei Dickdarmkarzinom-Patienten. Das hat eine wissenschaftliche Untersuchung an 55 Behandlungszentren unter Leitung des kanadischen Sportmediziners Kerry Courneya gezeigt. Sie ist vor kurzem im „New England Journal of Medicine“ erschienen.

Bei der klinischen Studie handelte es sich um eine klassische Untersuchung der Phase-III auf Wirksamkeit und Verträglichkeit, wie sie auch für alle neuen Medikamente zum Nachweis ihres Nutzens verlangt wird. Insgesamt lief sie in den Jahren 2009 bis 2024 an 55 Behandlungszentren mit insgesamt 889 Patienten mit Darmkrebs. Die Kranken hatten ein Karzinom im Stadium II oder III und ein Risiko für das Wiederauftauchen der Erkrankung von 20 bis 40 Prozent. Sie waren operiert worden und hatten danach eine Chemotherapie bekommen.

445 der Probanden bekamen eine entsprechende Beratung in Gesundheitsfragen und wurden zu regelmäßiger sportlicher Betätigung aktiviert. 444 Betroffene erhielten allein die Beratung. Die Nachbeobachtungszeit betrug knapp acht Jahre.

Unter den „Sportlern“ stellte sich ein ausgesprochen positiver Effekt ein: Im Vergleich zu der zweiten Probandengruppe kam es bei ihnen um 28 Prozent seltener zu einem Rückfall, zu einem anderen Karzinom oder zum Ableben. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate betrug in der Gruppe mit aktiver körperlicher Betätigung 80,3 Prozent, in der Gruppe der Patienten ohne diese Aktivitäten hingegen 73,9 Prozent.

Nach acht Jahren hatten 90,3 Prozent der sportlich aktiven Studienteilnehmer überlebt. In der Vergleichsgruppe waren es 83,2 Prozent. Die wichtigste Nebenwirkung bei den Aktiven: Muskel- und Skelettbeschwerden mit einer Häufigkeit von 18,5 Prozent. Doch darüber klagten auch 11,5 Prozent der Probanden ohne Sport.

Die Fachpublikation finden Sie hier.

(APA/red.)

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