Biontech bekommt neuen Chef - Nachfolger von Sahin gefunden

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Autor: Scho

Der Nachfolger von Mitbegründer Ugur Sahin an der Spitze des Impfstoffherstellers Biontech ist gefunden: Spätestens zum 1. Februar kommenden Jahres werde Guido Oelkers den Job des Vorstandsvorsitzenden antreten, teilte das Unternehmen in Mainz mit. Oelkers kommt von dem schwedischen Biopharma-Unternehmen Swedish Orphan Biovitrum (Sobi), an dessen Spitze er seit 2017 stand.

Oelkers, der in den 1990er Jahren unter anderem auch schon für die Hoechst AG tätig war, habe eine umfassende Expertise in der Markteinführung und Kommerzialisierung innovativer Produkte mit einem Fokus auf dem US-Markt. Biontech, das in der Corona-Pandemie mit seinem Covid-19-Impfstoff bekanntgeworden war, strebt nach eigenen Angaben bis 2030 Zulassungen für mehrere Krebsmedikamente an.

Hatten die Mainzer zunächst mit dem Corona-Impfstoff Milliarden verdient, rutschen sie später in die roten Zahlen. In diesem Mai hatte Biontech angekündigt, mehrere Produktionsstandorte zu schließen. Betroffen von den Plänen sind Werke in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie Standorte des übernommenen Konkurrenten Curevac. Insgesamt bis zu 1.860 Stellen könnten von den Maßnahmen betroffen sein, hieß es.

Sahin hatte gemeinsam mit seiner Ehefrau Özlem Türeci vor einiger Zeit angekündigt, Biontech spätestens Ende 2026 zu verlassen und ein neues Unternehmen zu gründen. Mit dem wollen sie sich auf die Entwicklung der nächsten Generation von Medikamenten auf mRNA-Basis widmen. Anteilseigner von Biontech wollen sie aber bleiben. Die Suche nach der Nachfolge von Türeci, die ebenfalls Teil des Biontech-Vorstandes ist, laufe nach Plan, teilte das Unternehmen weiter mit.

Sahin sagte, er habe Oelkers als einen Manager kennengelernt, der ein tiefes Verständnis der pharmazeutischen Industrie und ausgeprägtes strategisches Urteilsvermögen mit einem aufrichtigen Respekt für die Unternehmenskultur und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbinde. „Um einen reibungslosen und erfolgreichen Übergang zu gewährleisten, werde ich seinen Einstieg aktiv unterstützen.“

(APA/dpa/red.)

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