Carl Zeiss Meditec senkt Prognosen

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Scho

Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec hat wegen einer unerwartet langsamen Erholung des Gerätegeschäfts seinen Ausblick gekappt. Die Geschäfte im April und Mai blieben hinter dem Vorjahr zurück, wie das im MDax notierte Unternehmen in Jena mitteilte. Für das laufende Geschäftsjahr (bis Ende September) rechnet Carl Zeiss deshalb mit rund 2 Milliarden Euro Umsatz. Zuvor wurden 2,1 Milliarden bis 2,15 Milliarden Euro angepeilt.

Das operative Ergebnis (Ebit) dürfte zwischen 215 Millionen und 265 Millionen Euro erreichen und damit deutlich unter dem bisherigen Ziel eines vergleichbaren Niveaus zum Vorjahr von gut 348 Millionen Euro liegen. An den Mittelfristzielen hält Carl Zeiss fest.

Dutch Ophthalmic Research Center (D.O.R.C.) ist in den Prognosen ausgeklammert. Die jüngste Übernahme soll in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres weiterhin zusätzlich 100 Millionen Euro zu den Erlösen beisteuern.

In den ersten acht Monaten des laufenden Geschäftsjahres ging der Umsatz von Carl Zeiss um 3 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis sackte um 26 Prozent auf 135 Millionen Euro ab. Der Konzern will nun die Kosten weiter senken, vor allem in Vertrieb und Marketing. Details dazu sollen mit Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal am 6. August bekanntgegeben werden.

(APA/dpa/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Referenzzentrum für postvirale Erkrankungen geplant

Referenzzentrum für postvirale Erkrankungen geplant

Das neue Zentrum soll als zentraler Knotenpunkt die Wissensvermittlung und Forschung sowie den Austausch mit der Praxis koordinieren und "Betroffenen medizinische Betreuung auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ermöglichen".

Labordienstleister Qiagen senkt Jahresziele

Labordienstleister Qiagen senkt Jahresziele

Im vergangenen Quartal setzte Qiagen 495 Millionen Dollar um, das waren zu tatsächlichen und konstanten Wechselkursen vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das Konzernergebnis ging um 16 Prozent auf 81 Millionen Dollar zurück.

„Akute Sorge“ in der Schmerzmedizin wegen Medikamentenmangel

„Akute Sorge“ in der Schmerzmedizin wegen Medikamentenmangel

Um vom internationalen Markt unabhängig zu werden, sollte die Produktion in heimischen Firmen beziehungsweise Apotheken forciert werden, fordert die Schmerzgesellschaft (ÖSG).