Gutes Zeugnis für "Acute Community Nursing" in Niederösterreich

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Autor: Scho

Eine externe Evaluierung stellt dem „Acute Community Nursing“ (ACN) in Niederösterreich ein gutes Zeugnis aus. Durch solche Interventionen können auch Spitalsaufenthalte und -transporte vermieden werden, hieß es in einer Pressekonferenz. Ziel sei es, das Pilotprojekt ab 2028 in den Regelbetrieb zu überführen und das Angebot von sechs auf bis zu zehn Standorte auszubauen, sagte Landesrat Martin Antauer (FPÖ), Vorsitzender des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS).

Das 2020 gestartete Projekt sei heute ein „etabliertes und stark nachgefragtes Versorgungsmodell“, sagte Josef Schmoll, Geschäftsführer von Notruf Niederösterreich. In den vergangenen fünf Jahren wurden 40.000 Interventionen verzeichnet. Heuer wurden Acute Community Nurses bisher zu mehr als 4.500 Patientinnen und Patienten entsandt – etwa nach Stürzen, bei Kreislaufproblemen oder Atemwegsinfekten. „ACN ist ein ganz wichtiger Bestandteil in einer modernen und zukunftsorientierten Gesundheitsversorgung in Niederösterreich“, betonte Antauer.

Mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten konnten nach der Versorgung durch ACN in ihrem häuslichen Umfeld bleiben, wie die Evaluierung der Jahre 2023 und 2024 zeigt. Wenn Transporte und Krankenhausaufenthalte vermieden werden, könne das für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen besonders wichtig sein, sagte Assma Hajji, Senior Researcher Prospect. Gleichzeitig werden dadurch der stationäre Bereich und Rettungsdienste entlastet. Weiters können Versorgungslücken an Wochenenden, Feiertagen oder in Ferien überbrückt werden. An solchen Tagen gebe es eine besonders hohe Anzahl an Interventionen. Bei mehr als einem Viertel der Personen wurde eine weitere Anlaufstelle wie ein Haus- oder Facharzt empfohlen. Wenn Patientinnen und Patienten gezielt zum passenden nächsten Versorgungsschritt weitergeleitet werden können, „dann können die vorhandenen Ressourcen dort eingesetzt werden, wo sie am besten passen und am meisten bringen“, betonte Hajji.

„Die Stärke von ACN ist die Kombination aus medizinischer Kompetenz, pflegerischem Fachwissen und der rettungsdienstlichen Erfahrung“, betonte Christian Fohringer, Geschäftsführer von Notruf Niederösterreich. Pro Standort ist jeweils eine Person im Dienst, dabei handelt es sich um hauptberuflich beschäftigtes Personal.

Die Kosten betragen pro Standort und Jahr eine Million Euro, davon werden zwei Drittel vom NÖGUS und ein Drittel von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) übernommen. Die Finanzierung durch die ÖGK ist laut Antauer bis Ende 2027 gesichert. Für die Zeit danach laufen Verhandlungen. Zuletzt hatten die Sozialdemokraten kritisiert, dass der ACN-Ausbau finanziell nicht ausreichend gesichert sei und generell der Ersatz für die geplante Schließung von Notarztstandorten nicht gewährleistet sei. Antauer hielt dazu auf Nachfrage fest, dass Landesrätin Eva Prischl (SPÖ) für die Umsetzung der neuen Strukturen im Rettungswesen – etwa der 86 RTW-C-Standorte – zuständig sei.

(APA/red.)

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