Koalition will Mediziner-Basisausbildung auf sechs Monate verkürzen

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Autor: Scho

Die Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS will die erste Phase der Facharztausbildung um drei Monate verkürzen. Am Dienstag brachten die Regierungsfraktionen im Gesundheitsausschuss einen entsprechenden Abänderungsantrag zum Ärztegesetz ein. Demzufolge soll die Dauer der Basisausbildung ab 1. August von neun auf sechs Monate schrumpfen, berichtete die Parlamentskorrespondenz.

Gleichzeitig entfalle die Anrechnungsmöglichkeit des klinisch-praktischen Jahres (KPJ) auf Zeiten der ärztlichen Ausbildung. Geht es nach Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ), soll es damit nicht nur zu einer Verwaltungsvereinfachung kommen, sondern vor allem auch die Wartezeiten auf Ausbildungsplätze verkürzt werden. Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) begründete den Abänderungsantrag damit, dass es bei den Ausbildungsplätzen einen Rückstau gebe und vor allem die Wartezeiten in Wien sehr lang seien.

FPÖ-Abgeordneter Gerhard Kaniak fand „vieles nicht schlüssig“ und mahnte eine ordentliche Begutachtung ein. Auch der grüne Gesundheitssprecher Ralph Schallmeiner (Grüne) bemängelte, dass die Abänderung wieder so kurzfristig eingebracht worden sei. Zudem glaubt er, dass die Ärztekammer die bestehende Regelung nicht umsetzen wolle.

(APA/red.)

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