Omikron: PCR-Screeningtests sorgen für Sicherheit in den Salzburger Landeskliniken

Lesedauer beträgt 3 Minuten
Autor: Scho

In Vorbereitung auf die fünfte Corona-Welle und die Omikron-Variante haben die Salzburger Landeskliniken bereits vor Weihnachten die Sicherheitsbestimmungen für ihr Personal angepasst. Ein zentraler Punkt: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht dreimal geimpft sind, müssen zum Dienstbeginn einen negativen PCR-Test vorlegen können. „Das bedeutet, dass wir in den Teststraßen unserer fünf Standorte bis zu 4000 Tests pro Woche durchführen müssen“, erklärt Dr. Gabriele Holfeld-Weitlof, Leiterin des Arbeitsmedizinischen Dienstes (AMD) der Salzburger Landeskliniken.

Dazu wurde mit der PMU Science Applications GmbH (PMU-A), einer Tochtergesellschaft der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU), nach einer Ausschreibung ein bereits sehr erfolgreich etablierter Partner gefunden, der auf betriebliche Testungen spezialisiert ist. „Für uns war wichtig, dass es ein niederschwelliges, einfach zu administrierbares System ist, das rasch Ergebnisse liefert und die Fehlzeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Abgabe der Tests möglich geringhält. Und natürlich müssen wir das Testsystem an allen unseren Standorten anbieten können – von der Stadt Salzburg bis Tamsweg“, beschreibt Dozent Paul Sungler, Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken, die vorgegebenen Rahmenbedingungen: „Das Angebot der PMU Science Applications GmbH war nicht nur das günstigste, sondern auch das überzeugendste.“

Zehn Sekunden gurgeln mit stillem Mineralwasser

Wie funktioniert das System? Holfeld-Weitlof: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sich nur einmal registrieren und erhalten dann einen QR-Code, mit dem sie über ihren persönlichen IT-Zugang einen Termin der Teststraße buchen können. Dort zeigen sie nur ihre ausgedruckte Buchungsbestätigung sowie ihren QR-Code und los geht’s.“

Die Probennahme erfolgt benutzerfreundlich durch zehn Sekunden Gurgeln mit stillem Mineralwasser. Die gesamte Probennahme dauert inklusive Anmeldung weniger als zwei Minuten. „Im Labor der PMU-A wird jede Probe einzeln mit Doppelwerten analysiert und im Vier-Augen-Prinzip ausgewertet“, erläutert Professorin Barbara Kofler, Co-Geschäftsführerin der PMU-A: „Wir verzichten auf Pooltestungen, da dadurch die Qualität der Einzelproben nicht überprüft werden kann, die Sensitivität sinkt und bei hoher Inzidenz das Pooling-System zusammenbricht.“

Die Ergebnisse liegen innerhalb weniger Stunden vor

Besonders überzeugend: „Bei allen Tests, die vor 12 Uhr abgegeben wurden, liegt das Ergebnis regelhaft noch am selben Tag vor – meist bereits am späteren Nachmittag. Bei allen Tests, die später abgegeben werden, kommt das Ergebnis innerhalb von 24 Stunden“, so Kofler. Das Ergebnis erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per E-Mail und SMS. Ein negativer Test auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 kann auch problemlos in die App „Grüner Pass“ übertragen werden. Holfeld Weitlof: „Alles funktioniert reibungslos. Aus der Belegschaft erhalten wir nur positive Rückmeldungen.“

Dem System liege eine großartige Idee zugrunde, die auf jahrzehntelange Erfahrung mit Virus-PCR im Forschungslabor der Salzburger Uniklinik für Kinder- und Jugendheilkunde baue, betont PMU-Rektor Professor Wolfgang Sperl. „Teams rund um Professorin Barbara Kofler und Privatdozent Johannes Mayr leisten dort hervorragende Arbeit. Es wurde eine optimale Methodik entwickelt, die mit großer Geschwindigkeit in die Anwendung ging. Wir haben ein Labor, das auch bei hoher Inzidenz verlässlich arbeitet, und eine Methode, die absolut verlässlich ist. Dass wir jetzt nach einer öffentlichen Ausschreibung einen Rahmenvertrag für das Testsystem an allen Standorten der Salzburger Landesklinik abschließen konnten, ist für eine große Auszeichnung.“

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