PSYpoint Graz bietet sozialpsychiatrische Erstabklärung

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Autor: Scho

Seit 1. Juni 2026 gibt es in der Stadt Graz ein neues Angebot für die psychische Gesundheit: Den PSYpoint in der Neutorgasse. Die Stelle ist das Folgeprojekt der ACM-Überbrückungsambulanz, die bis 31. Mai 2026 am LKH Graz II bestanden hat. Der PSYpoint wurde nun am 15. September 2026 offiziell vorgestellt. Entwickelt wurde das Versorgungsmodell PSYpoint vom Psychosozialen Dienst Graz (GFSG) und als Leistung eines der vier sozialpsychiatrischen Ambulatorien in Graz eingeführt. Die Kosten werden aus dem laufenden Budget der Psychosozialen Dienste Steiermark gedeckt. Es sind daher keine zusätzlichen Budgetmittel für Aufbau und laufenden Betrieb erforderlich.

Ziel ist es, Menschen frühzeitig an die passenden Unterstützungsangebote weiterzuvermitteln und dadurch vermeidbare Vorstellungen in den Akutambulanzen des LKH Graz II zu reduzieren. Es reiche nicht aus, nur bessere Patientenlenkung zu fordern, man müsse auch aktiv etwas dafür tun, so Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP).

Das steiermarkweite Angebot der Psychosozialen Dienste war bereits seit 2020 um offene Sprechstunde/Beratung ohne Termin erweitert worden. Diese niederschwellige Lotsenfunktion kann jetzt von den zuständigen Beratungsstellen und Ambulatorien mit besserer Flächendeckung übernommen werden. Mit dem PSYpoint Graz wurde zusätzlich eine zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle entwickelt. Diese steht psychiatrischen Patientinnen und Patienten auch ohne Termin als Erstanlaufstelle zur Verfügung und koordiniert die weitere Versorgung im niedergelassenen bzw. ambulanten Bereich.

Omid Amouzadeh-Ghadikolai von den Psychosozialen Diensten Steiermark: „PSYpoint übernimmt die Nachsorge aus den Akutambulanzen des LKH Graz II und ist gewissermaßen Lotse für die Patientinnen und Patienten zum adäquaten Angebot im niedergelassenen bzw. ambulanten Bereich.“ Dies gewährleiste eine strukturierte Patientensteuerung und Schnittstelle zwischen Krankenhaus und extramuralem Bereich. Die sozialpsychiatrische Versorgung werde damit planbar und effizienter. Zudem würden die Krankenhäuser entlastet.

In der ersten Ausbaustufe besteht das Team von PSYpoint aus je einem Vollzeitäquivalent (VZÄ) der Sozialarbeit, der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP) sowie der Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie. Ab Oktober 2026 werden die fachärztlichen Kapazitäten auf 1,6 VZÄ erweitert. Zusätzlich verstärken zwei Mitarbeitende aus den Grazer psychosozialen Beratungsstellen mit insgesamt zwei VZÄ das Team. Rund um die offene Sprechstunde werden ergänzend bedarfsgerechte Termine für Folgebesuche angeboten.

(red.)

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