50.JG (2009) 4

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Pozhaluysta!

Als ich vor etwa zehn Jahren in Moskau war, fiel mir etwas Seltsames auf: An vielen Kreuzungen standen Polizisten, die mit einem Gummiknüppel in der rechten Hand den Verkehr regelten. Die linke Hand hielten sie den Autofahrern hin, die beim Vorbeifahren Geldmünzen hineinlegten. Einheimische erklärten mir, dass die Gehälter der Beamten derzeit so niedrig seien, dass sie das zusätzliche "Körberlgeld" zum Überleben bräuchten. Den Gummiknüppel nannten die Moskauer übrigens "Pozhaluysta [Paschalsta]-Stick" – soll heißen: "Bitte um eine Spende!"...

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Korruptionsstrafrecht im Kurzüberblick

Mit 1. 1. 2008 sind Bestimmungen des Strafgesetzbuches
(StGB) betreffend neu formulierte gerichtliche Straftatbestände
gegen Bestechung und Geschenkannahme im privaten
und im öffentlichen Bereich in Kraft getreten.1
Die deutlichen Strafdrohungen einerseits, die Interpretationsbedürftigkeit
der Tatbestände andererseits haben zu
großer Unsicherheit in Wirtschaft und Verwaltung geführt.

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Gefühlsarbeit gegen die „Losigkeit“

Gefühlsarbeit setzt dort an, wo wir mit unseren zu behandelnden
und betreuenden Personen Irritationen wahrnehmen.
Es irritiert uns, was nicht alltäglich ist! Das Konzept
mag auf den ersten Blick nicht neu erscheinen. Neu ist jedoch
der Versuch, der geleisteten Arbeit eine klare Bezeichnung
zu geben, diese sichtbar und bewertbar zu machen.

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Es fehlt der Mut Interview mit Ernst Hecke

Ernst Hecke, bis vor einem Jahr noch Vorstand für Finanzen,
Technik und EDV der Steirischen Krankenanstaltengesellschaft
Kages, spricht im Interview mit Erika Pichler über den
„Fall Bad Aussee“, die Machbarkeit ortsnaher medizinischer
Versorgung, Österreichs veraltete Spitalsstruktur und seine
Meinung zur „Verschlusssache Medizin“.