Kurzmeldungen aus dem Bereich der Bildung.

MedUni Graz: Neues Labor für Lungenkrebsforschung
Die Medizinische Universität Graz und Boehringer Ingelheim haben ein Christian-Doppler-Labor zur Entwicklung neuer Therapien gegen Lungenkrebs eröffnet. Im Fokus steht das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC), bei dem bestehende Behandlungen oft nur begrenzt wirken. Das Forschungsprogramm untersucht, wie der immunogene Zelltod aktiviert werden kann, um Tumorzellen für das Immunsystem erkennbar zu machen. Ziel ist es, die Wirksamkeit moderner Therapien zu erhöhen und neue Behandlungsansätze zu entwickeln. Das CD-Labor wird von den beiden Onkologen Michael Dengler und Philipp Jost geleitet. Christian-Doppler-Labore werden gemeinsam von der öffentlichen Hand und den beteiligten Unternehmen finanziert. Wichtigster öffentlicher Fördergeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET).

FH JOANNEUM: Lernen im Umgang mit Sterben und Abschied
Studierende des Hochschullehrgangs für psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Joanneum/Institut für Gesundheits- und Krankenpflege nahmen im Rahmen einer Lehrveranstaltung an einer Exkursion ins Zeremonium Kalsdorf teil. Ziel war es, Einblicke in Sterbevorbereitung, Abschied und Bestattung zu gewinnen und diese im Kontext der Pflegepraxis einzuordnen. Fachvorträge zeigten, wie fehlende Vorsorge Angehörige organisatorisch und psychisch belastet. Zudem wurde das breite Aufgabenspektrum von Bestattungsunternehmen sowie deren Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen vermittelt. Auch technische Abläufe der Kremation und unterschiedliche Bestattungsformen wurden behandelt. Die Exkursion bot neben fachlichem Wissen auch Raum für Reflexion und verdeutlichte die Bedeutung von Offenheit und Vorbereitung im Umgang mit Tod und Trauer im Pflegealltag.

IMC Krems: Mehr Kooperation in der Langzeitpflege
Das IMC Krems und das Haus der Barmherzigkeit bauen ihre Zusammenarbeit in der Langzeitpflege aus. Ziel ist es, Ausbildung, Forschung und Praxis enger zu verzahnen und die Pflegeversorgung nachhaltig zu verbessern. Geplant sind gemeinsame Forschungsprojekte, eine Weiterentwicklung der Studienprogramme sowie Initiativen zur Stärkung des Pflegeberufs. Studierende sollen stärker von praxisnahen Einblicken profitieren, während Forschungsergebnisse gezielt in den Pflegealltag einfließen. Gleichzeitig wollen beide Partner die Attraktivität der Langzeitpflege erhöhen und neue Zielgruppen für den Beruf gewinnen. Die Kooperation knüpft an eine bereits bestehende Zusammenarbeit im Pflegestudium an.

UMIT TIROL und Tirol Kliniken vertiefen Kooperation
Die UMIT TIROL und die Tirol Kliniken wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. Bei einem Arbeitsgespräch betonten Rektorin Margit Raich und der neue Tirol Kliniken-Geschäftsführer Thomas Klestil die Bedeutung einer engen Kooperation für den Gesundheitsstandort Tirol. Ziel ist es, Ausbildung, Forschung und Versorgung stärker zu verzahnen und gezielt weiterzuentwickeln. Klestil, selbst Absolvent der UMIT TIROL, sieht in der Universität eine verlässliche Partnerin. Gut ausgebildete Fachkräfte, spezialisierte Expertise und zukunftsorientierte Projekte gelten als zentrale Voraussetzungen, um auch künftig eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung in Tirol sicherzustellen.
