Gesundheits­förderung als Qualitätsprinzip

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: GGZ

Gesundheitsförderung ist mehr als ein Angebot. Sie wird dort wirksam, wo sie systematisch gestaltet und im Arbeitsalltag verankert ist. Die Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz zeigen, wie Gesundheit, Qualität und Verantwortung zusammenwirken.

Gesundheitsförderung ist schnell formuliert – ihre nachhaltige Umsetzung dagegen anspruchsvoll. In den Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ) stellt sie daher kein Zusatzangebot dar, sondern ist Teil eines umfassenden Qualitätsverständnisses. Die erneute Verleihung des BGF-Gütesiegels sowie die Orientierung am EFQM-Modell unterstreichen diesen Anspruch.

Selbstbestimmt.
Gesundheitsförderung befähigt Menschen, mehr Kontrolle über ihre Gesundheit zu erlangen und sie aktiv zu gestalten.

Vor rund 40 Jahren wurde mit der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung ein Grundstein gelegt, der bis heute richtungsweisend ist. Sie beschreibt Gesundheitsförderung als Prozess, der Menschen befähigt, mehr Kontrolle über ihre Gesundheit zu erlangen und sie aktiv zu gestalten. Im Zentrum stehen dabei drei wesentliche Ansatzpunkte: die Entwicklung persönlicher Kompetenzen, die Schaffung gesundheitsförderlicher Lebenswelten und die Gestaltung unterstützender Rahmenbedingungen. Gerade Organisationen spielen in diesem Verständnis eine zentrale Rolle, da sie Arbeitsbedingungen, soziale Strukturen und Handlungsspielräume maßgeblich beeinflussen.

Die Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz greifen diesen Ansatz auf und setzen ihn gezielt in die Praxis um. Durch Maßnahmen wie beispielsweise Supervision, Coaching und mentales Training zur Stärkung der psychischen Gesundheit, durch präventive Angebote wie Ernährungsberatung, Muttermalvorsorge, Impfaktionen sowie Stressmanagement mittels Herz­ratenvariabilitätsmessung. Ergänzt wird dies unter anderem durch flexible Arbeitszeitmodelle, Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie vielfältige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Die aktive Einbindung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bildet eine wesentliche Grundlage. Regelmäßige Befragungen, ein gelebtes Vorschlagswesen sowie eine eigene Stabsstelle für Gesundheitsförderung als direkte Anlaufstelle stellen sicher, dass Bedarfe wahrgenommen werden und kontinuierlich in die Weiterentwicklung einfließen.

Als langjähriges Mitglied im Netzwerk gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG) sind die GGZ Teil eines regelmäßigen fachlichen Austauschs. Die Vernetzung ermöglicht es, neue Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen, eigene Maßnahmen zu reflektieren und Impulse aus Forschung und Praxis zu integrieren. Gleichzeitig bringen die GGZ ihre Erfahrungen aktiv ein und leisten damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Strukturen im Gesundheitswesen.

Gesundheitsförderung wird in den GGZ als langfristiger Prozess verstanden, der die Organisation nachhaltig stärkt und sich im Zusammenspiel von Menschen, Strukturen und Verantwortung kontinuierlich weiterentwickelt. Damit zeigt sich, dass nachhaltige Gesundheitsförderung dort entsteht, wo Verantwortung übernommen und Entwicklung aktiv gestaltet wird.

Autor:innen:

Helga Gafiuk, BSc
DGKP, Leitung Stabsstelle Gesundheits­förderung

Elisabeth Schirnhofer, BA MSc
HR-Referentin, BGM Kernteam

Dr. Eric Stoiser, MA
Arzt, BGM Kernteam

Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit dem GGZ (Entgeltliche Einschaltung)

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