Was Insider über das System denken

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Autor: Josef Ruhaltinger

Eine große Umfrage mit Antworten von rund 700 Führungskräften und Praktikern des Gesundheitswesens prägt den 16. Österreichischen Gesundheitswirtschaftskongress.

Der Österreichische Gesundheitswirtschaftskongress versammelt am 18. und 19. Juni bereits zum 16. Mal Entscheidungsträger, Führungskräfte und Praktiker der heimischen „Health Community“ in Wien. Die Herausforderungen, die unser Gesundheitssystem in den nächsten zehn Jahren gewärtigen muss, sind oft besprochen. Um die Themenfelder besser greifbar zu machen, gab das Kongresspräsidium gemeinsam mit dem Springer-Verlag eine umfangreiche Zielgruppen-Befragung über die „Wirksamkeit des Gesundheitssystems“ in Auftrag. Durchgeführt wurde die Erhebung vom Beratungsunternehmen pluswert.

Digital vor ambulant.
Der Kongress zeigt, wie die digitale Realität in den Kliniken schon heute aussieht.

Der Rücklauf fiel außergewöhnlich hoch aus: Insgesamt beteiligten sich 689 Personen an der Erhebung – dem wahrscheinlich stärksten Feedback bei Umfragen unter Führungskräften im österreichischen Gesundheitswesen. Besonders bemerkenswert ist die Zusammensetzung der Stichprobe. 86 Prozent der Teilnehmer arbeiten seit mehr als 15 Jahren im österreichischen Gesundheitswesen, 71 Prozent führen Mitarbeiter:innen, 65 Prozent haben regelmäßigen Kontakt zu Patient:innen oder Angehörigen. Drei Viertel arbeiten in Organisationen mit mehr als 50 Kolleg:innen.

Das Kongressmotto „WIR.K.S.A.M. – Wir könnten sicher auch mehr“ stellt die Frage in den Mittelpunkt, wie wirksam das österreichische Gesundheitssystem tatsächlich arbeitet – und warum gute Ideen, Kooperationen oder Reformvorhaben es in der Realität so schwer haben.

Wo Zusammenarbeit scheitert

Die Ergebnisse der Befragung werden am Kongress erstmals ausführlich präsentiert. Besonders spannend: Die Umfrage liefert Hinweise darauf, warum Zusammenarbeit und Kooperation im Gesundheitssystem häufig scheitern. Gleichzeitig zeigt sie, welche Faktoren die Praktiker selbst für entscheidend halten, um die Versorgung der Patient:innen wirksamer zu gestalten.

Die konkreten Resultate sollen bis zum Kongress nicht vollständig vorweggenommen werden. Aus den erhobenen Meinungen sollen Diskussionen entstehen. Im Zentrum stehen Fragen wie: Warum scheitert Zusammenarbeit trotz gemeinsamer Ziele? Welche Strukturen behindern Veränderungen? Wo entstehen Reibungsverluste? Und wie kann die Wirksamkeit des Systems für Patient:innen verbessert werden? Der Kongress greift diese Themen in vier parallelen Streams auf. Diskutiert werden Produktivität, Prozessgestaltung, Kooperation und Partizipation. Rund 400 Teilnehmer:innen werden dazu in Wien erwartet.

Analysieren und diskutieren

Das Kongresspräsidium sieht die Befragung ausdrücklich als Versuch, näher an die tatsächlichen Probleme des Systems heranzukommen – jenseits klassischer Reformrhetorik. Auch personell gibt es Veränderungen im Präsidium: Die langjährige Vizepräsidentin Susanne Herbek zog sich aus dem Planungsgremium zurück. Neu im Kongresspräsidium ist Valeria Foglar-Deinhardstein. Komplettiert wird das Gremium von Präsident Heinz Brock, Vizepräsidentin Romana Ruda und
Roland Schaffler.

Fakten und Adressen
16. Österreichischer Gesundheitswirtschaftskongress 2026

Termin:
18. und 19. Juni 2026

Veranstaltungsort:
Austria Trend Hotel Savoyen, Rennweg 16, 1030 Wien

Hintergrund:
Seit 2020 ist der Österreichische Gesundheitswirtschaftskongress Teil der Unternehmungen des Springer Medizin-Verlages. Das Schwestermagazin „Das Magazin für Health Professionals – ÖKZ“ flankiert im Printbereich das Engagement des Wissenschafts- und Fachverlages.

Anmeldung, Infos und Programm:
WIR.K.S.A.M. – Wir könnten sicher auch mehr
www.gesundheitswirtschaft.at/oegwk/ueberblick-2025

Die sozialen Medien liefern laufend unter dem Hashtag #oegwk Informationen zu Referenten und Themen:
www.linkedin.com/company/oegwk

Nachschau:
Bilder, Videos und Referate des ÖGWK 2025 finden Sie hier.