USA verhängt keinen Zoll auf Pharma-Exporte aus Großbritannien

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

Anders als die Länder der Europäischen Union haben Großbritannien und Nordirland einen Null-Prozent-Zollsatz für Pharmaexperte in die USA ausgehandelt. Das berichtete die Nachrichtenagentur PA mit Verweis auf die Regierung. Im Gegenzug soll der nationale Gesundheitsdienst des Vereinigten Königreichs (NHS – National Health Service) mehr Geld für US-Medikamente ausgeben können.

Pharmaprodukte gehören zu den wichtigsten Exportgütern der Briten in die USA. Laut der BBC sind die Vereinigten Staaten der größte Markt für die britischen Pharmakonzerne GSK und AstraZeneca. Beide investieren Milliardenbeträge in den USA.

Der US-Deal mit dem Vereinigten Königreich soll drei Jahre lang gültig sein. Für EU-Pharmaimporte in die USA gelten 15 Prozent Zoll. US-Präsident Donald Trump hatte im September mit noch höheren Zöllen bis zu 100 Prozent gedroht, davon war er aber wieder abgerückt.

Im Frühjahr hatten sich Großbritannien und die Vereinigten Staaten auf einen grundsätzlichen Zolldeal geeinigt. Für die meisten britischen Produkte werden 10 Prozent bei der Einfuhr in die USA fällig. Zudem fallen für die ersten 100.000 Fahrzeuge aus dem Königreich pro Jahr ebenfalls 10 Prozent an – jedes weitere wird mit einem Satz von 25 Prozent verzollt.

(APA/dpa/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

UNIQA-Chef: 24-Stunden-Pflege sollte in die Liste der Mangelberufe

UNIQA-Chef: 24-Stunden-Pflege sollte in die Liste der Mangelberufe

UNIQA-Chef Andreas Brandstetter: "Was wir nicht nachvollziehen können ist, warum Personenbetreuer und -betreuerinnen nicht auf der Mangelberufsliste stehen."

Die Zeiten des Einzelkämpfertums sind vorbei

Die Zeiten des Einzelkämpfertums sind vorbei

„Die Selbstverwaltung muss enden“, so Karl Max Einhäupl von der Freien Universität Berlin - um sich sogleich aber selbst abzuschwächen. Die Anzahl der Spieler im Gesundheitsbereich und deren Partikularinteressen seien allerdings eine große Herausforderung für Reformen.

Medizinisch-technische Berufe kritisieren geplante Gesetzesnovelle
MTD-Gesetz

Medizinisch-technische Berufe kritisieren geplante Gesetzesnovelle

Die geplante Novellierung des MTD-Gesetzes stößt bei den Vertreterinnen der sieben Berufssparten auf harte Kritik. Die Vertreter seien zwar eingebunden gewesen, ihre Vorschläge seien aber nicht beachtet worden.