Die x-tention Unternehmensgruppe hat die Mehrheit an der Innsbrucker syndena GmbH übernommen. Syndena ist darauf spezialisiert, unstrukturierte klinische Dokumentation in interoperablen Real World Data umzuwandeln. Dokumentation werden über einen KI- und Natural Language Processing (NLP)-gestützten Prozess mit menschlicher Qualitätssicherung in eine konsistente Datenbasis umgewandelt. Solche Daten unterstützen in Folge klinische Forschung und Versorgungsanalysen, ohne aber die klinische Beurteilung zu ersetzen. Die Datenverarbeitung erfolgt dabei pseudonymisiert, die Datenhoheit verbleibt bei der Einrichtung: Für Forschung und multizentrische Auswertungen werden Daten nur dann bereitgestellt, wenn die jeweilige Einrichtung diese freigibt.
Ziel der Beteiligung sei es, so x-tention in einer Aussendung, jahrzehntelange, bislang in Freitext gebundene klinische Dokumentation zu strukturieren, zu standardisieren und unter anderem für die kommende Sekundärnutzung des Europäischen Gesundheitsdatenraumes (European Health Data Space, EHDS) verfügbar zu machen. Herbert Stöger, Geschäftsführer von x-tention dazu: „Gesundheitsdaten sind das wertvollste und sensibelste Gut im System. Mit dem European Health Data Space rückt der verantwortungsvolle Umgang damit jetzt europaweit in den Fokus, und genau dafür holen wir syndena an Bord.“

x-tention bewertet das Geschäft zudem ausdrücklich als „Schritt in Richtung digitaler Souveränität“ und auch als „Gegenmodell zur Abhängigkeit von außereuropäischen Datenplattformen“.
Auf regulatorischer Ebene bringt der European Health Data Space neue Anforderungen in das Gesundheitswesen. Ab 2029 gelten erste zentrale Bestimmungen des EHDS, darunter Regeln für die Sekundärnutzung der meisten Kategorien elektronischer Gesundheitsdaten. Durch die Partnerschaft mit syndena schaffe x-tention „dafür schon heute die Grundlage und macht österreichische Gesundheitseinrichtungen frühzeitig anschlussfähig“, heißt es..
Roman Weger, CEO von syndena sagt dazu: „In den Krankenhäusern liegt ein jahrzehntelanger Wissensschatz, der bisher nur mit erheblichem Aufwand nutzbar ist. Wir machen ihn für Versorgung und Forschung systematisch nutzbar, ohne dass die Einrichtungen die Kontrolle über ihre Daten verlieren.“ Syndena bleibt mit Hauptsitz in Innsbruck. Forschung, Entwicklung und der weitere Ausbau der Technologie werden auch künftig von Innsbruck aus vorangetrieben.
(red.)
