DNA-Sequenzierung soll Diagnose komplexer Infektionen verbessern

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

DNA-Sequenzierung soll die Diagnose komplexer Infektionen verbessern. Ein Test des in Wien gegründeten Tochterunternehmens MicroGenDX Europe beruht auf dem Verfahren des Next Generation Sequencing (NGS), einer Weiterentwicklung der PCR-Technologie. Dabei wird aus Patientenproben isolierte Erreger-DNA mit einer Gensequenzdatenbank abgeglichen, die über 50.000 Bakterien und Pilze umfasst, hieß es am bei einer Veranstaltung in Wien.

Der von der US-Firma MicroGenDX entwickelte Test sei hochsensitiv und werde insbesondere bei chronischen, wiederkehrenden oder komplexen Infektionen empfohlen – vor allem dann, wenn herkömmliche Methoden keine aussagekräftigen Ergebnisse liefern, wurde erläutert. Er ist für eine Vielzahl von Probenarten anwendbar, darunter Urin, Sperma, Abstriche, Sputum, Blut, Synovialflüssigkeit oder Gewebe.

„Dank der präzisen mikrobiellen Identifikation dieses Tests können unsere Einsender ihre Behandlungsentscheidungen optimieren, unnötigen Antibiotikaeinsatz reduzieren und Ergebnisse verbessern“, sagte Thomas Fenner, Geschäftsführer des Hamburger Labors Fenner, das den Test für Patientinnen und Patienten aus Österreich anbietet, laut einer Presseaussendung. Durch den Zugang für Ärztinnen und Ärzte in Österreich „können neue Erkenntnisse zur Erregerbestimmung aus mikrobiologischen Proben abgeleitet werden, um den Therapieerfolg bei chronischen oder komplexen Infektionen zu verbessern“, erläuterte Ewald Kreid, Geschäftsführer von MicroGenDX Europe.

(APA/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

HBM4EU: Die Europäische Biomonitoring Initiative

HBM4EU: Die Europäische Biomonitoring Initiative

Das Projekt HBM4EU hat zum Ziel, Schadstoffe effizienter messen zu können. Deshalb legte HBM4EU den Fokus auf die Entwicklung eines europaweiten Human-Biomonitorings, wofür mit verschiedenen Ländern und Institutionen kooperiert wurde. Dadurch soll erreicht werden, dass nicht nur Risikogruppen, sondern auch Menschen, die in bestimmten Industriebereichen mit höherer chemischer Belastung tätig sind, weniger von Schadstoffen belastet werden.