Awards für digitalen Humanismus

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Autor: Scho

Die University of Applied Sciences St. Pölten (USTP) hat Grund zu feiern. Gleich zwei an der Uni beheimatete Forschungsprojekte wurden mit dem „Praxisaward Digitaler Humanismus“ ausgezeichnet. Mit dem Preis werden Personen, Projekte und Organisationen ausgezeichnet, die sich in diesem Bereich verdient gemacht haben. Getragen und ausgeschrieben wird der Award von msg Plaut, der ADV – Austrian Digital Value und dem Verein zur Förderung des Digitalen Humanismus getragen – mit Partnern, wie ORF, Millstätter Wirtschaftsgespräche sowie dem Springer Verlag. Der Award soll Vorbildwirkung erreichen und andere dazu motivieren, sich für eine menschenzentrierte und verantwortungsvolle Gestaltung der digitalen Welt einzusetzen. Ausgezeichnet wurden die beiden Projekte der USTP mit Sonderauszeichnungen.

Im Rahmen des „Projekt FIVE (#Fitspiration Image VErification)“ wurde untersucht, welchen Einfluss fitnessbezogene Social-Media-Inhalte auf die Geschlechteridentität, das Gesundheitsverhalten und die Körperwahrnehmung von Jugendlichen haben und welche Folgen daraus resultieren können. Die Forscher und Forscherinnen haben dabei analysiert, was Jugendliche dazu bewegt dem Hashtag #fitspiration zu folgen und welchen Einfluss #fitspiration auf ihr Ernährungs- und Bewegungsverhalten sowie auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers und von Geschlechternormen hat.

„Die Forschung von Elisabeth Höld und ihrem Team zeigt, wie wichtig es ist, moderne Technologien für die Bedürfnisse von Menschen nutzbar zu machen. An genau dieser Schnittstelle von Chancen und Risiken forschen wir an der USTP interdisziplinär und liefern damit wichtigen gesellschaftlichen Mehrwert“, sagt Christine Haselbacher, Leiterin der Fakultät für Gesundheit und Soziales der USTP.

Im Projekt „Counter Speech – Young People Against Online Hate“ haben Forscher und Forscherinnen der USTP gemeinsam mit Soziologinnen der Universität Wien digitale Werkzeuge entwickelt, die Gegenrede im Online-Raum fördern. Ein zentrales Ergebnis ist die App „CounterHelp“, die Jugendlichen, die online mit Hass konfrontiert sind, hilft, selbstbewusst gegen Hassrede aufzutreten und maßgeschneiderte Vorschläge für wirkungsvolle und authentische Reaktionen zu erstellen. CounterHelp wurde in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit jungen Menschen entwickelt, um sicherzustellen, dass die App auf deren tatsächlichen Bedürfnissen und kommunikativen Praktiken basiert.

CounterHelp demonstriere, wie man generative KI und moderne Sprachmodelle sinnvoll nutzen kann, um junge Nutzer und Nutzerinnen auf Online-Plattformen zu unterstützen“, sagt Projektleiter Matthias Zeppelzauer vom Institut für Creative\Media/Technologies der USTP.

Das Projekt FIVE wurde von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG im Rahmen des Programms FEMtech unterstützt. Das Projekt Counter Speech wurde vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) gefördert.

„Es braucht einen neuen, digitalen Humanismus bzw. eine neue, humanistische Digitalisierung, um bestehende Barrieren zu durchbrechen, die Ziele des Menschen mit der Entwicklung digitaler Technologien zu vereinen und Menschen im Umgang mit neuen Technologien zu unterstützen“, heißt es in einer Aussendung der USTP . Die USTP trage in der Forschung und mit Initiativen sehr stark zu diesen Zielen bei. Die Auszeichnung für die beiden Forschungsprojekte zeige, dass man damit auf dem richtigen Weg sei.

(red.)

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