Ein neuer Photon-Counting-Computertomograph am Universitätsinstitut für Neuroradiologie der Christian-Doppler-Klinik liefert ab sofort besonders genaue Bilder aus dem Inneren des Körpers: Feine Gefäße, Verletzungen und krankhafte Veränderungen lassen sich genauer beurteilen. Der wesentliche Fortschritt liegt in der neuen Detektortechnologie: Das Gerät erfasst einzelne Röntgenphotonen – die kleinsten Einheiten der Röntgenstrahlung – und deren Energie. Dadurch entstehen besonders detailreiche Bilder. Zudem besteht mit dem Gerät die Möglichkeit, mit weniger Kontrastmittel und einer geringeren Strahlenbelastung auszukommen. Das eröffnet neue Einsatzgebiete – von der Akutversorgung über geplante Untersuchungen bis zu Behandlungen.
Die Investition von rund 2,3 Millionen Euro wird vom Salzburger Gesundheitsfonds (SAGES) sowie von Land Salzburg finanziert. Das neue Gerät ist ein NAEOTOM Alpha.Prime von Siemens Healthineers.

„Mit dem neuen CT stärken wir die Qualität der Diagnostik und damit eine Versorgung, die für Menschen aus Salzburg und über die Region hinaus von großer Bedeutung ist“, so Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi.
„Je genauer wir erkennen, wo eine Veränderung liegt und welche Strukturen betroffen sind, desto gezielter können wir die weitere Behandlung planen“, so Institutsvorstand Johannes Pfaff. Der entscheidende Mehrwert liege darin, dass auch kleine Strukturen besser beurteilt werden könnten. Eben dadurch reicht das medizinische Einsatzgebiet auch deutlich über Schlaganfälle hinaus. Bei Schädel-Hirn-Verletzungen oder Wirbelsäulenverletzungen hilft das CT, Blutungen und Knochenbrüche zu erkennen. Die Bilder liefern auch wichtige Grundlagen für die Entscheidung über neurochirurgische Eingriffe. Weitere Einsatzbereiche sind die Abklärung von Gefäßerkrankungen und, je nach medizinischer Fragestellung, von Tumorerkrankungen. Aber auch bei Kontrolluntersuchungen nach Eingriffen an Hirngefäßen wird das Gerät zum Einsatz kommen.
(red.)
