"Wir sind ganz aufgeregt..."

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Autor: Scho

Das US-Biotechunternehmen Moderna ist auf dem Weg zu einem Kombinationsimpfstoff gegen Covid-19 und Influenza deutlich weitergekommen. Eine neue SARS-CoV-2-Vakzine hat in einer großen Wirksamkeitsstudie eine bessere Immunantwort als der aktuelle Impfstoff hervorgerufen. Neue Merkmale sollen eine möglichst optimale Kombination mit dem von dem Unternehmen ebenfalls entwickelten Influenza-mRNA-Impfstoff bringen.

„Wir sind ganz aufgeregt. (…) mRNA-1283 ist ein entscheidender Bestandteil unserer Kombinationsvakzine gegen die Influenza und gegen Covid-19 (mRNA-1083). Dieser Meilenstein gibt uns Zuversicht, diesen dringend benötigten Kombinationsimpfstoff auf den Markt bringen zu können“, wurde jetzt Moderna-Vorstandsvorsitzender Stephane Bancel bei der Bekanntgabe der neuen Daten in einer Aussendung zitiert.

Das Unternehmen hatte erste Daten aus einer groß angelegten Phase-III-Studie für seinen Covid-19-Impfstoffkandidaten der nächsten Generation bekannt gegeben. „mRNA-1283 hat eine stärkere Immunantwort gegen die Omikron-Varianten BA.4/BA.5 und gegen die ursprünglichen Virusstämme von SARS-CoV-2 im Vergleich zu mRNA-1273.222 (der aktuellste SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna; Anm.) ausgelöst. Wichtig ist, dass dieser Vorteil am meisten bei Studienteilnehmern über 65 Jahren sichtbar wurde. Diese Personengruppe hat das höchste Risiko für schwere Verläufe von Covid-19“, stellte Moderna fest.

Das Nebenwirkungsprofil glich dem des zugelassenen Vorgängerpräparats, hieß es dazu in der deutschen Pharmazeutischen Zeitung. An der verblindeten Studie mit Zufallsauswahl der Probanden hatten etwa 11.400 Personen ab zwölf Jahren in den USA, Großbritannien und in Kanada teilgenommen. Als Vergleichsvakzine, den ein Teil der Studienteilnehmer bekam, hatte man die aktuelle zugelassene Version des Moderna-Covid-Impfstoffes verwendet (mRNA-1273.222).

Wirksamkeitsstudie seit Herbst

Die in Entwicklung befindliche neue Vakzine zeichnet sich durch einige Charakteristika aus: Das durch die Impfung mit der mRNA entstehende Antigen ist eine kürzere Version aus zwei Teilen des Spike-Proteins der Covid-19-Erreger. Das soll die Entstehung von stärker zielgerichteten Antikörpern bewirken. Zusätzlich soll damit eine längere Lagerfähigkeit der Vakzine erreicht werden. Außerdem soll der Impfstoff als Fertigspritze formuliert werden können.

„Die Ergebnisse könnten den Weg für einen Kombinationsimpfstoff gegen Influenza und Covid-19 (mRNA-1083) ebnen“, schrieb dazu die deutsche Apothekerzeitung. Die geplante Vakzine enthält neben mRNA-1283 (Covid-19) auch den Influenzaimpfstoffkandidaten mRNA-1010, der gegen die Influenzavirus-Stämme A(H1N1), A(H3N2) sowie gegen zwei Influenza-B-Linien (Yamagata und Victoria) schützen soll. Eine Wirksamkeitsstudie mit dem Kombinationsimpfstoff ist im Herbst vergangenen Jahres gestartet worden. Eine Vakzine speziell für über 65-Jährige gegen die beiden Virusinfektionen wäre speziell wichtig, weil in dieser Altersgruppe sowohl die Influenza als auch Covid-19 eine großes Risiko darstellen.

(APA/red.)

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