Am Campus der Privatuniversität UMIT TIROL fand dieser Tage der 1. Advanced Nurses Practice (ANP) Netzwerktag statt. Als Advanced Nursing Practice wird eine erweiterte Pflegepraxis bezeichnet, die über die klassischen pflegerischen Tätigkeiten hinausgeht und zusätzliche Kompetenzen, weiterführendes Wissen und größere Verantwortlichkeiten umfasst. Bei dem Netzwerktag ging es um Kennenlernen, den Austausch von Erfahrungen und vor allem auch Weiterbildung. Das Ziel, wie es in einer Aussendung heißt: ein starkes ANP-Netzwerk und einen lebendigen Raum zu schaffen, in dem Ideen wachsen und Kooperationen entstehen können.

„Gerade im Bereich der Pflege, wo komplexe Herausforderungen täglich das Handeln prägen, sind solche Orte der Begegnung sehr wichtig“, so Gerhard Müller, Institutsvorstand und Leiter des Departments für Pflegewissenschaft und Gerontologie, in seinen Begrüßungsworten. Advanced Nursing Practice stehe für „Kompetenz, Verantwortung und Innovation in der Pflege“. Ihre volle Wirkung könnten diese Stärken jedoch erst entfalten, wenn sie miteinander vernetzt, wenn
Erfahrungen geteilt würden.
Das Vernetzungstreffen bot dabei einen Überblick über die Entwicklungen in diesem Feld in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weiters wurde in Workshops über die inhaltliche Weiterentwicklung von ANP sowie über die Ausgestaltung von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten diskutiert.

Advanced Practice Nurses sind hochqualifizierte diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, die in der Lage sind, komplexe klinische Herausforderungen zu bewältigen, eigenständig Entscheidungen zu treffen, um so eine umfassende Versorgung von Patientinnen und Patienten in verschiedenen Fachbereichen zu gewährleisten. An der UMIT TIROL fokussiert sich ein viersemestriges Master-Studium diesem Fachbereich. „Mit diesem Master-Studium schaffen wir speziell für berufserfahrene diplomierte Pflegepersonen mit Bachelor-Abschluss zusätzliche berufliche Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege“, so die Studiengangskoordinatorin Karoline Schermann.. Der inhaltliche Fokus liege dabei auf einer verstärkten pflegerischen Autonomie und veränderten Handlungskompetenzen in klinischen und mobilen Settings.
(red.)

