Mindestens 30.000 Todesfälle in Europa seit Sommerbeginn

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Autor: Scho

In Europa sind im von Hitzewellen geprägten Sommer 2026 bereits mindestens 30.000 Menschen zusätzlich gestorben. Allein zwischen Mitte Juli und Mitte August habe es in Europa mehr als 32.000 zusätzliche Todesfälle gegeben, schätzt die Beobachtungsplattform EuroMomo anhand vorläufiger Zahlen.

Zwar veröffentlicht das von der EU-Gesundheitsbehörde ECDC und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützte Netzwerk EuroMomo keine Aufschlüsselung der Todesfälle nach Ländern. Die nationalen Gesundheitsbehörden verschiedener Länder haben aber vorläufige Zahlen für vergleichbare Zeiträume veröffentlicht, die sich grob von Ende Mai bis August erstrecken.

Eine Auswertung dieser Zahlen durch die Nachrichtenagentur AFP ergab 33.000 zusätzliche Todesfälle oder Todesfälle, die in direktem Zusammenhang mit der Hitze standen – und das allein in acht Ländern: Österreich, Deutschland, Belgien, England, Frankreich, die Niederlande, Portugal und Spanien. Allein in Deutschland kamen in diesem Sommer bereits schätzungsweise 14.000 Menschen hitzebedingt zu Tode, wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstag erklärt hatte.

Besonders viele Tote in Europa gab es EuroMomo zufolge offenbar in der letzten Juni-Woche – hier wurden 16.000 zusätzliche Todesfälle verzeichnet. An zweiter Stelle folgt die erste Juli-Woche mit rund 8.000 Todesfällen. Beide Wochen fielen mit extremen Hitzewellen zusammen.

Die Schätzungen von EuroMomo sollen in den kommenden Wochen verfeinert werden. Daher dürfte sich auch die Gesamtzahl der zusätzlichen Todesfälle noch ändern. Berücksichtigt werden nur die offiziellen Statistiken aus 23 europäischen Ländern, nicht aber ein Teil Osteuropas.

(APA/AFP/red.)

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