Algorithmus zur Früherkennung niedrigen Blutdrucks bei OP
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Autor: Scho
Sinkt bei einer Operation der Blutdruck innerhalb kurzer Zeit stark ab, kann das unmittelbar, aber vor allem auch im Nachgang des Eingriffes zu Komplikationen führen. Unter der Leitung von Forschenden vom Ludwig Boltzmann Institut (LBI) für Digital Health and Patient Safety wurde nun ein Algorithmus entwickelt, mit dessen Hilfe es möglich werde, Hinweise auf Hypotonie-Episoden im OP-Saal rund sieben Minuten vor ihrem Eintreten zu sammeln, heißt es in einer Aussendung der LBI.
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Trainiert wurde das System in Kooperation mit Wissenschaftern der Medizinischen- und der Technischen Universität Wien. „Insgesamt bezieht der Algorithmus Daten aus 52 Eingangsmerkmalen, die unter anderem aus Werten früherer Routineuntersuchungen, Medikationsdaten und aktuellen Gesundheitsdaten im Rahmen der Operation zusammengetragen werden“, heißt es. Die Ärzte erhalten demnach jeweils Prognosen über die nächsten ein, drei, fünf und sieben Minuten.
Das Universitätsklinikum St. Pölten hat als eines der allerersten Zentren in Österreich die Möglichkeit, Polypen durch Künstliche Intelligenz charakterisieren zu lassen. Durch diese Anwendung wird die Qualität der Untersuchungen weiter gesteigert und sowohl die Inzidenz als auch hoffentlich die Mortalität von Dickdarmkrebs weiter gesenkt.